Berlin (ots) - Wirtschaftsforscher Prof. Klaus Zimmermann hat eindringlich vor der Einführung von Mindestlöhnen in Deutschland gewarnt. In der N24-Sendung "Was erlauben Strunz" sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Montagabend: "Das wird Arbeitslosigkeit produzieren". Zugleich fügte Zimmermann hinzu, von einem Mindestlohn "profitieren immer die Falschen". Die so genannten "nicht armen Haushalte" würden mehr als Arme davon profitieren und das sei "ineffektiv".
Der Wirtschaftsforscher kritisierte zugleich die Diskussion über den Mindestlohn in Deutschland. Als Beispiele für die erfolgreiche Einführung einer Untergrenze bei den Löhnen würden Länder wie Großbritannien und die USA angeführt. Dort erhielten allerdings nur ein Prozent der Beschäftigten die Mindestlöhne. In Deutschland wären demgegenüber neun Prozent davon betroffen. Das wäre in der gesamten Wirtschaft "sehr bedeutsam", betonte Zimmermann und hielt dem Fraktionsvorsitzenden der Linken, Gregor Gysi, vor, er verkörpere "die Speerspitze der Anti- Reformbewegung".
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