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PIRATEN Niedersachsen fordern sofortige Ausweitung von Homeschooling

Geschrieben am 01-11-2020

Hannover (ots) - Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet [1], ist die tatsächliche Fallzahl von Coronainfektionen bei Kindern und Jugendlichen in einer Studie als mindestens sechsmal so hoch erkannt worden, wie es den den Behörden bekannt ist.

Die PIRATEN Niedersachsen fordern die sofortige Beendigung des durchgängigen Präsenzunterrichts an den Schulen des Landes!

"Die Präsenzschulpflicht plus der Schülertransport sind unmöglich aufrechtzuerhalten, wenn die Infiziertenzahlen weiter so rasend zunehmen, wie in der letzten Woche. Nahezu 20000 Neuinfektionen an einem einzigen Tag, längst nicht mehr nachverfolgbare Infektionsketten und sich schnell füllende Intensivstationen überall in Deutschland. Noch sind wir in Niedersachsen etwas besser dran, aber wir gehen genauso schnell in Richtung Überlastung des Gesundheitssystems, wie es in einigen anderen Teilen der Republik schon zunehmend der Fall ist! Oder muss das Kind erst in den Brunnen gefallen sein, bis man einen Deckel drauf macht?" fragt Thomas Ganskow, [2], Vorsitzender der PIRATEN Niedersachsen und deren Spitzenkandidat zur Bundestagswahl 2021.

Als Politischer Geschäftsführer der PIRATEN Niedersachsen und Vorsitzender des Schulausschusses der Landeshauptstadt Hannover konstatiert Bruno Adam Wolf:

"Es ist nicht hinzunehmen, dass Schulen, Kitas und Großraumbüros, trotz eines ab Montag, dem 2. November 2020 geltenden "Lockdown light", weiter der Präsenzpflicht unterliegen. Wo jetzt die meisten Menschen eng zusammenkommen, sind der Öffentliche Nahverkehr, die Schulen und KiTas. Mir ist als selber berufstätiger Vater bewusst, was eine weitgehende "Homeschooling"-Anordnung bedeutet. Aber der Schutz des Lebens und der Gesundheit aller, der Kinder, Eltern und Großeltern und der Lehrerenden geht vor!"

Der Bereich ÖPNV ist eine entscheidende Größe bei der Verlangsamung der Infektionskurve, die aber hier viel zu wenig in der politischen und öffentlichen Diskussion ist. Vollgepferchte Stadtbahnen, Nah- und Fernzüge und Busse, die in den Stoßzeiten immer überfüllt fahren, lassen auch mit den Hygienekonzepten, die in Kraft sind, keinen Schutz vor Ansteckung zu.

"Da steht, ich soll mich wegdrehen im Bus", sagt ein Schüler, der jeden Tag auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist. Und weiter: "Wie soll ich das machen, wenn ich in jeder Richtung nach 5 cm einen anderen Fahrgast vor meinem Gesicht habe?"

Welche Studien auch immer behaupten, das "Kohortensystem" schützt vor Ansteckung, ist nie an einer Schule gewesen. Kohorten sind nicht nur die Lernenden in einer Klasse, wenn es ein Kurssystem gibt. Und die vielen vielen Klassenstufen, die geschlossen in Quarantäne geschickt werden [3-5], sprechen eine andere Sprache.

"Trotz teilweise widriger Umstände ist die Bereitschaft der Kollegien hoch, den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten. Doch um welchen Preis? Das Land Niedersachsen als Dienstherr und Arbeitgeber muss jetzt seiner Fürsorgepflicht nachkommen", fordert auch die Gewerkschaft GEW [6] wie auch wir schon seit langem [7]. Da dies offenbar aus dem Blick verloren worden sei, erwarteten die rund 100.000 Schulbeschäftigten zu ihrem Gesundheitsschutz jetzt von den Landtagsfraktionen zurecht Schritte in diese Richtung.

"Wir fordern deshalb massiv ein Recht auf Homeschooling, unabhängig von Inzidenzzahlen. Denn bekannterweise sind auch weitgehend symptomlose Erkrankungen infektiös. Die aktuellen Regelungen, die nur im Zusammenhang mit Vorerkrankungen ein Homeschooling ermöglichen oder dies von Inzidenzzahlen abhängig machen, verkennen, dass auch keine Vorerkrankung zu haben nicht vor einem schweren oder gar tödlichen Verlauf schützt. Selbst bei leichtem Verlauf kann es zu starken Nachwirkungen kommen. Es ist somit nicht nachvollziebar, dass nahezu das ganze öffentliche Leben auf Null gefahren wird, Schulen aber an der Präsenzpflicht festhalten müssen", erklärt Ganskow weiter. "Das wenigste neben Maskenpflicht und Luftfiltern muss allerdings die unverzügliche Verdoppelung der Öffentlichen Verkehrsmittel in den Stoßzeiten sein, um die Gewährleistung der AHA Regeln auch bei der Fahrt von und zur Arbeit oder zum Bildungsort zu sichern. Aber auch das kann nur dann als Alternative reichen, wenn die heimische Betreuung nicht ausreichend gewährleistet werden kann oder ein abgehängt werden droht!"

Quellen:

[1] http://ots.de/WUJgS0

[2] https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Thomas_Ganskow

[3] Corona-Schulen und -Kitas August https://lmy.de/TaKH3

[4] Corona-Schulen und -Kitas September https://lmy.de/SiCC9

[5] Corona-Schulen und -Kitas Oktober https://lmy.de/69ihp

[6] https://ots.de/bQitdn

[7] https://piraten-nds.de/2020/08/24/demo-bildungabersicher-am-29-08-in-hannover/

Corona-Schulen und -Kitas von @thinktank197

Pressekontakt:

Piratenpartei Niedersachsen
Thomas Ganskow
Haltenhoffstr. 50
30167 Hannover

Web: http://www.piraten-nds.de
Mail: mailto:vorstand@piraten-nds.de
Tel.: 0511-64692599

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/76876/4750493
OTS: Piratenpartei Deutschland

Original-Content von: Piratenpartei Deutschland, übermittelt durch news aktuell


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