(Registrieren)

Mützenich dringt auf gemeinsame Linie von Bund und Ländern in Corona-Krise

Geschrieben am 22-08-2020

Düsseldorf (ots) - Der SPD-Fraktionschef im Bundestag, Rolf Mützenich, hat auf eine gemeinsame Linie von Bund und Ländern bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gedrungen und die Union aufgefordert, ihren Widerstand gegen die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes aufzugeben. "Es ist dringend nötig, dass die Bundeskanzlerin sich gemeinsam mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Donnerstag abstimmt", sagte Mützenich der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). In den Schulen und Kindergärten gebe es zum Teil sehr unterschiedliche Regeln. "Man muss auf Besonderheiten vor Ort achten, aber ich bin dafür, dass es bei gleichen Phänomenen zu einer gleichen und abgestimmten Linie mit den Ländern kommt", sagte Mützenich. Die Notwendigkeit, zeitnah über einen Ausfall von Karneval zu entscheiden, sieht er nicht. "Ich finde nicht, dass eine Entscheidung darüber jetzt ansteht", sagte Mützenich. Viel wichtiger sei, dass man weiter gut durch die Krise komme. "Dazu wollen wir beispielsweise das Kurzarbeitergeld als zentrales Instrument verlängern. Ich hoffe, dass CDU und CSU ihren Widerstand im Koalitionsausschuss aufgeben", sagte Mützenich. Er kritisierte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für den Umgang mit der Krise. "Es hat mich immer wieder überrascht, dass politische Entscheidungsträger die Pandemie für ihre eigene Reputation genutzt haben", sagte Mützenich. "Ich finde es - nicht nur angesichts des Testdebakels in Bayern - befremdlich, wenn sich Herr Söder in Spiegelsälen die eigene Kanzlerfähigkeit bescheinigt, indem er auf den Umgang mit der Krise verweist." Man brauche in dieser Situation eine Gemeinschaftslösung und keinen Wettbewerb der Eitelkeiten, sagte Mützenich. Darauf hoffe er in der kommenden Woche.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/30621/4686197
OTS: Rheinische Post

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

745051

weitere Artikel:
  • Mützenich bringt freie Abstimmung über Wahlrechtsreform ins Gespräch Düsseldorf (ots) - Im Ringen um eine Wahlrechtsreform hat SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich den Druck auf die Union erhöht und im Falle eines Scheiterns im Koalitionsausschuss eine freie Abstimmung im Bundestag ins Gespräch gebracht. "Die SPD ist einigungsfähig und einigungswillig. Unser eigener Gesetzentwurf liegt seit Langem vor", sagte Mützenich der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). Er kündigte an, den Entwurf in die Gespräche mit der Union am Dienstag einzubringen. Wenn alle bereit seien, nach einer fairen, seriösen und nicht parteipolitisch mehr...

  • Niedersächsischer Umweltminister warnt: Tausenden Windrädern droht das Aus Osnabrück (ots) - Lies warnt vor "Katastrophe" im Windsektor - Forderung nach Anschlussförderung für Alt-Anlagen Osnabrück. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) warnt davor, dass bundesweit Tausenden Windrädern der ersatzlose Rückbau droht und Deutschland dadurch seine Klimaziele verfehlen könnte. Der SPD-Politiker verwies auf Anfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" darauf, dass in den kommenden Jahren ein großer Teil der Windkraftanlagen den Förderanspruch nach dem "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) verliert. Der wirtschaftliche Weiterbetrieb mehr...

  • DGB: Beim Kurzarbeitergeld noch einmal nachlegen Osnabrück (ots) - DGB: Beim Kurzarbeitergeld noch einmal nachlegen Vorstand Anja Piel: "Gesetzliche Aufstockung bis Ende 2022 verlängern" - Modell für 1,5 Millionen neue Stellen in haushaltsnahen Dienstleistungen Osnabrück. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) drängt auf weitere Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld. DGB-Vorstand Anja Piel sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Der Gesetzgeber muss hier nachlegen. Denn ein Ende der Corona-Krise ist nicht abzusehen." Nach den Worten von Piel reicht es nicht aus, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes mehr...

  • Saarbrücker Zeitung: Klingbeil hält alle potenziellen Unions-Kanzlerkandidaten für schlagbar Berlin/Saarbrücken (ots) - Nach Einschätzung von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil muss seiner Partei vor keinem der möglichen Unions-Kanzlerkandidaten bange sein. "Alle drei Aspiranten sind schlagbar", sagte Klingbeil der "Saarbrücker Zeitung" (Sonnabend-Ausgabe). Sämtliche Personen, die dafür im Gespräch seien, hätten ihre Schwächen offenbart, so Klingbeil. "Herr Söder hat in den letzten Tagen gezeigt, dass er nicht über Wasser laufen kann." Armin Laschet habe sich ebenfalls viele Fehler im Corona-Krisenmanagement geleistet. Und Friedrich mehr...

  • WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Fehlern in der Corona-Krise und dem Handeln der NRW-Landesregierung Bielefeld (ots) - Nun ist endlich ausgesprochen, was viele längst erkannt oder erahnt haben. In bemerkenswerter Offenheit hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Fehler im Kampf gegen die Pandemie eingeräumt und klar gemacht, dass es einen zweiten harten Lockdown mit geschlossenen Geschäften und Restaurants nicht mehr geben wird. Dem Lerneffekt sei Dank. Beide Lockdowns - der bundesweite im März und April und der regionale im Kreis Gütersloh im Juni nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies - sind in ihrem Umfang beziehungsweise in ihrer mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht