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Sozialverband VdK fordert weitere Schritte für Zusammenhalt in der Corona-Krise

Geschrieben am 13-08-2020

Osnabrück (ots) - Sozialverband VdK fordert weitere Schritte für Zusammenhalt in der Corona-Krise

Bentele drängt auf Vermögensabgabe und Reform der Sozialversicherungen - Auch Linke fordern: Der Staat muss mehr tun

Osnabrück. Der Sozialverband VdK Deutschland fordert mit Blick auf die Corona-Krise weitere Schritte, um den Zusammenhalt der Gesellschaft in Deutschland zu sichern. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ): "Um in Krisenzeiten gut über die Runden zu kommen, braucht es vor allem eine sichere finanzielle Basis, und zwar für alle." Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hatte zuvor ergeben, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt trotz der Krise stabil geblieben und in den ersten Monaten der Pandemie sogar noch gewachsen ist. Bentele erklärte das so: "Durch die Corona-Krise haben wir gesehen, dass der Staat handlungsfähig ist." Das habe den Zusammenhalt sicher gestärkt und das Vertrauen vieler Menschen in den Staat gefestigt. "Aber viele ärmere Menschen, etwa Empfänger von Grundsicherung, Alleinerziehende oder die, die nicht vom Kurzarbeitergeld profitieren, fühlen sich alleingelassen. Da gibt es große soziale Unterschiede."

Die VdK-Präsidentin mahnte, die politisch Verantwortlichen müssten dafür sorgen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt bestehen bleibt. Sie forderte: "Jetzt müssen wir dringend über Sozialversicherungssysteme sprechen, in die alle einbezahlen." Außerdem müssten die Kosten der Krise gerecht verteilt werden. "Das darf auf keinen Fall über Leistungskürzungen im Sozialbereich erfolgen. Wir fordern unter anderem eine Vermögensabgabe. Außerdem fordern wir eine gute digitale Ausstattung für die Kinder, deren Eltern das nicht leisten können."

Auch in Deutschlands größtem Sozialverband VdK erlebt Bentele nach eigenen Worten einen starken Zusammenhalt in der Corona-Krise. "Fast überall haben VdK-Mitglieder für Ältere und Risikopatienten eingekauft. Es wurden Masken genäht, Menschen, die einsam waren, wurden angerufen."

Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, mahnte ebenfalls, der Staat müsse noch mehr tun. Bartsch sagte der NOZ: "Es ist gut, dass es ein Zusammenrücken der Bürger in der Krise gibt. Leider fühlen sich aber manche ausgegrenzter als zuvor."

Zusammenhalt sei auch eine Frage der sozialen Sicherheit und des Geldbeutels. Insbesondere Alleinerziehende fühlten sich vielfach im Stich gelassen. Gerade in der Wirtschaftskrise seien ein handlungsfähiger Staat und robuste soziale Sicherungssysteme gefragt.

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Neue Osnabrücker Zeitung
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