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NGO-Bündnis richtet eindringlichen Appell an die Bundeskanzlerin: Globale Solidarität gegen Covid-19 beweisen

Geschrieben am 04-05-2020

Berlin (ots) - Eine breite Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen richtet angesichts der Covid-19-Pandemie einen dringenden Appell an Angela Merkel. "Gesundheit ist ein Menschenrecht, auch in Krisenzeiten," heißt es in dem offenen Brief (https://www.aerztederwelt.org/sites/default/files/Offener%20B rief%20an%20Bundeskanzlerin%20Merkel.pdf) an die Bundeskanzlerin. Deutschland müsse sich dafür einsetzen, dass niemand bei den Bemühungen gegen das Virus benachteiligt oder ausgeschlossen wird. Zahlreiche Hilfsorganisationen, darunter Ärzte der Welt, Aktionsbündnis gegen Aids und Ärzte ohne Grenzen sowie Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kirche, haben sich dem Aufruf angeschlossen.

Die Bundesregierung solle alles in ihrer Macht Stehende tun, damit egoistische Interessen von Staaten oder Gewinnerwartungen von Firmen nicht über das Leben von Menschen gestellt werden, fordern die Unterzeichnenden. Denn letztlich sei vor allem der politische Wille entscheidend, damit in Deutschland, in Europa und weltweit die richtigen Schritte unternommen werden, um die globale Gemeinschaft besser zu schützen.

Eine am 4. Mai virtuell stattfindende Finanzierungskonferenz unter der Leitung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist dafür ein wichtiges Momentum. Dann kommen hochrangige Staats- und Regierungsvertreter*innen, sowie Vertreter*innen der Wirtschaft und philanthropischer Stiftungen zusammen. Ihr Ziel: Gemeinsam mindestens 7,5 Milliarden Euro für den Kampf gegen COVID-19 aufzubringen. Ein Fokus liegt dabei auf der Forschung zu Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostika.

Die Bundeskanzlerin kann als Ko-Vorsitzende der Konferenz entscheidend dazu beitragen, dass nun nicht privatwirtschaftliche und nationalstaatliche Interessen dominieren, sondern die Kräfte gebündelt werden, damit niemand zurückgelassen wird. Neben der Forschungsfinanzierung gilt es dabei sicherzustellen, dass die Impfstoffe, Medikamente und Diagnostika allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung stehen.

"Die Produktion von neuen Impfstoffen, Diagnostika und Therapien sollte weltweit verschiedenen Herstellern ermöglicht werden, damit der enorme globale Bedarf schnell und über Grenzen hinweg gedeckt werden kann. Exklusive Lizenzrechte und Monopole durch Patente einzelner Hersteller erschweren dies, da sie zu hohen Preisen und Lieferengpässen führen. Dies gefährdet Menschenleben und verletzt das Menschenrecht auf Gesundheit", sagt François De Keersmaeker, Direktor von Ärzte der Welt Deutschland.

Vor allem die Gesundheit und der Schutz der am meisten Gefährdeten und Benachteiligten sollte im Fokus stehen: Menschen in den Ländern des Südens, die in Slums, in Flüchtlingslagern oder in Krisenregionen leben, aber auch Menschen ohne Wohnung oder geregelten Aufenthaltsstatus in Deutschland.

Den offenen Brief mit der vollständigen Unterzeichnendenliste können Sie hier nachlesen: https://www.aerztederwelt.org/presse-und-publikationen/presseinformationen

Pressekontakt:

Stephanie Kirchner
Pressereferentin
Ärzte der Welt e.V.
m. +49 (0) 159 0406 2104
@ stephanie.kirchner@aerztederwelt.org

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/36565/4586639
OTS: Ärzte der Welt

Original-Content von: Ärzte der Welt, übermittelt durch news aktuell


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