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Rheinische Post: Kommentar / Bei den Dienstwagen läuft was falsch = Von Birgit Marschall

Geschrieben am 02-08-2019

Düsseldorf (ots) - Fast ein Drittel aller neu zugelassenen
Dienstwagen sind große Geländewagen, davon die allermeisten mit
schadstoffreichen Verbrennungsmotoren. Und fast zwei Drittel aller
Neuzulassungen sind Dienstwagen. Allein diese Zahlen zeigen: Vor dem
Hintergrund des schnellen Klimawandels läuft hier etwas ganz schön
falsch. Die Politik lenkt mit ihren steuerpolitischen Entscheidungen
aus grauer Vergangenheit die Nachfrage nach Neuwagen in die falsche
Richtung. Das muss sie schnell korrigieren - auch um den Preis, dass
die Autoindustrie gegen die ihr unliebsamen Entscheidungen mobil
machen und mit Jobverlusten drohen wird.

Teure Dienstwagen schafft der Arbeitgeber für seinen Arbeitnehmer
an. Der Arbeitgeber übernimmt häufig auch Teile der Versicherung und
der Spritkosten, die bei Autos mit großen Motoren umso höher sind.
Der Arbeitnehmer muss, wenn er den Wagen auch privat nutzen darf, für
diesen geldwerten Vorteil nur ein Prozent des Listenpreises
versteuern. Das kommt ihn erheblich günstiger, als wenn er den Wagen
selbst angeschafft hätte und für den Betrieb aufkommen müsste.
Deshalb ist der teure Dienstwagen so beliebt.

Um die Nachfrage wegzulenken von CO2-starken großen Verbrennern
hin zu schadstoffärmeren Autos macht es Sinn, die Dienstwagensteuer
zu staffeln. Wer viel CO2 ausstößt, soll deutlich mehr bezahlen als
derjenige, der einen Wagen mit niedrigen oder gar keinen Emissionen
bestellt. Der Gesetzgeber bevorzugt zwar bereits Elektro-Autos und
Plug-In-Hybride bei der Dienstwagensteuer. Doch der Effekt ist zu
gering. Die Nachteile beim Preis und bei der Reichweite können durch
die geringere Dienstwagenbesteuerung nicht wettgemacht werden.
Deshalb müssen die Unterschiede noch größer werden.

www.rp-online.de



Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell


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