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Allg. Zeitung Mainz: Lebenslügen / Kommentar zu Atommüll / Von Reinhard Breidenbach

Geschrieben am 21-12-2016

Mainz (ots) - Klaus Töpfer ist ein alter Fahrensmann, er hat fast
alles erlebt, was es in der Politik zu erleben gibt, und er muss mit
an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf niemanden mehr
Rücksicht nehmen. Mithin: eine gute Wahl, um beim Megathema
Atommüll-Endlagerung eine führende Rolle zu spielen - im "Nationalen
Begleitgremium". Ein hochtrabender Begriff, der ein Höchstmaß an
Hilflosigkeit kaschieren soll. Die Regierung ist guten Willens, aber
für die Endlagerfrage gibt es keine Lösung im eigentlichen Sinn,
sondern bestenfalls Notbehelfe. Überhaupt war das von Anfang die
Lebenslüge der Atomkraft: Sie löst in Wahrheit nichts, sondern
schafft völlig inakzeptable Risiken. Siehe Tschernobyl, wo jetzt, 30
Jahre nach dem GAU, der sichere Einschluss der Ruine trotz Unmengen
von Geld - des europäischen Steuerzahlers - kaum gelingt. Brachial
kleingeredet wurde sehr lange auch das Risiko Atommüll. Er muss nun
in sogenannten Zwischenlagern geparkt werden, eine hoch brisante
Farce, eine Erblast, die vielen kommenden Generationen aufgebürdet
ist. Die Energiewende war eine existenziell wichtige Entscheidung;
dass der Transport von Windenergie nun Probleme macht, steht auf
einem anderen Blatt. Umso erschütternder zu sehen, dass unsere
unmittelbaren Nachbarn in Frankreich nicht von der Atomkraft lassen
wollen, und dass die Bürger dort kaum Problembewusstsein entwickeln.
Zu Letzterem trägt nicht unerheblich bei, dass ein Großteil der
Heizungen in französischen Haushalten elektrisch betrieben werden -
mit Atomstrom, der den Menschen äußerst günstig offeriert wird.



Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Wolfgang Bürkle
Newsmanager
Telefon: 06131/485890
online@vrm.de

Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell


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