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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Trumps Ausfällen

Geschrieben am 10-08-2016

Bielefeld (ots) - Donald Trumps verbaler Amoklauf gegen Hillary
Clinton lässt wenig Spielraum für Interpretationen. Wie sonst, wenn
nicht als Ruf zur Gewalt, kann die Aussage verstanden werden, dass
die Unterstützer des Rechts Waffen zu tragen, vielleicht etwas gegen
eine Präsidentin Clinton tun könnten, wenn diese unliebsame
Verfassungsrichter benenne. Die Weißwasch-Versuche seiner Fürsprecher
klangen so hilflos, wie sie keinen Sinn machten. Auch das übliche
Gefasel von der Lügenpresse, die alles verdrehe, zieht nicht. Trump
suggerierte im Klartext ein Attentat auf seine politische Gegnerin
und muss dafür politisch zur Rechenschaft gezogen werden. Trump
schafft seit geraumer Zeit ein Klima der Gewalt, in dem aus Worten
nur allzu leicht Taten werden können. Vor allem in einem Land, dessen
Geschichte mit dem Blut politischer Attentate nur so getränkt ist.
Wenn die Republikaner nicht genauso moralisch verkommen sind wie ihr
Spitzenkandidat, gibt es spätestens seit dem Gewaltaufruf von
Wilmington keine Alternative mehr: Sie müssen den verbalen Amokläufer
stoppen, bevor Schlimmeres passiert.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261


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