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Alzheimer-Forschung präsentiert neue Ergebnisse auf Alzheimer's Association International Conference® 2015

Geschrieben am 24-07-2015

- VIELVERSPRECHENDE DATEN VON KLINISCHER STUDIE ZU MEDIKAMENTÖSEN
THERAPIEN -

- RISIKOFAKTOREN IN FRÜHREN JAHREN - TYP-1-DIABETES UND SCHULNOTEN
-

- AUSWIRKUNG AUF BABYBOOMER - HOHE ZAHLEN UND DOLLARZAHLEN -

- KOGNITIVES RISIKO BEI FRAUEN -

Washington (ots/PRNewswire) - Aufregende neue Forschungsergebnisse
zu einer breiten Palette von Alzheimer- und Demenz-Studien wurden auf
der Alzheimer's Association International Conference® 2015 (AAIC®
2015) vorgestellt. Die Daten bezogen sich auf eine große Bandbreite
Therapie-bezogener Erkenntnisse, zahlreiche Fortschritte bei der
Früherkennung, Risikofaktoren bei jungen Menschen und die Auswirkung
von Alzheimer auf Babyboomer.

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[http://photos.prnewswire.com/prnh/20150615/223208LOGO]

Auf der AAIC 2015 wurde zudem über Studienergebnisse berichtet,
die die unverhältnismäßigen Auswirkungen von Alzheimer bei Frauen und
den Nutzen von Sport für Alzheimer-Patienten und anderen
Demenzerkrankte aufzeigen.

Die AAIC ist das wichtigste, jährlich stattfindende Forum zur
Präsentation und Diskussion der neuesten Forschung zu Alzheimer und
Demenzerkrankungen. Die AAIC 2015 bringt der Welt Durchbrüche in der
Demenzwissenschaft näher, zog rund 4.500 führende Experten und
Forscher aus nahezu 70 Ländern aus der ganzen Welt an und umfasste
über 2.200 wissenschaftliche Präsentationen.

Vielversprechende neue Ergebnisse für die Alzheimer-Therapie
Ergebnisse aus über einem Dutzend experimenteller Medikamentenstudien
auf der AAIC bestätigen, dass die Forschungsgemeinschaft die
Alzheimer-Krankheit aus verschiedenen Richtungen in Angriff nimmt,
indem sowohl die Ursachen als auch einige der bösartigsten Symptome
bekämpft werden. Diese Fortschritte demonstrieren, dass die
Alzheimer-Forschung deutlich reifer geworden ist und erkannt hat,
dass ein breiterer Ansatz verfolgt werden muss. Sie weisen zudem auf
die Möglichkeit für kombinierte Therapien in der Zukunft hin. Neue
Berichte umfassen fortgeschrittene Studien und neue Analysen zu drei
Medikamenten, die auf das abnormal veränderte Protein, d. h.
Amyloidablagerungen im Gehirn (ein Charakteristikum von
Alzheimer-Krankheiten), wirken, sowie drei Medikamentenstudien, die
gezielt auf andere Stoffwechselprozesse und Symptome der Erkrankung
einschließlich psychiatrischer Symptome wie Unruhe wirken.

Eine langfristigere Perspektive bietet eine andere Reihe von
Studien auf der AAIC 2015, die Frühstadien-Ergebnisse zu drei Arten
von Prüfpräparaten überprüfen. Diese weisen darauf hin, dass die
Präparate potentiell für verschiedene Gehirnerkrankungen, die
Demenzerkrankungen verursachen, wirksam sein können, darunter die
Alzheimer- und Parkinson-Krankheit sowie die Lewy-Körper-Demenz.
Diese Erkenntnisse wurden basierend auf kleinen vorläufigen Studien
in Tiermodellen und Reagenzgläsern gewonnen.

28 Millionen Babyboomer werden an Alzheimer erkranken In
Prognosen der Lewin Group für die Alzheimer's Association, die auf
der AAIC 2015 präsentiert wurden, wird davon ausgegangen, dass 28
Mio. amerikanische Babyboomer bis Mitte des Jahrhunderts an Alzheimer
erkranken werden -- eine Flut an Erkrankungen, die 2040 nahezu 25
Prozent der Ausgaben der amerikanischen staatlichen
Krankenversicherung Medicare erfordern wird --, es sei denn, es
werden wesentliche Fortschritte bei der Behandlung und Prävention
gemacht. Eine Studie der gleichen Gruppe, die früher in diesem Jahr
veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass eine Behandlung, die das
Einsetzen der Alzheimer-Krankheit um fünf Jahre verzögert, in den
ersten wenigen Jahren nach ihrer Einführung 220 Mrd. US-Dollar
einsparen könnte.

Typ-1-Diabetes als ein Risikofaktor der Alzheimer-Krankheit
identifiziert Die erste Studie zum Demenzrisiko einschließlich der
Alzheimer-Krankheit bei älteren Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes (T1D)
wurde auf der AAIC 2015 vorgestellt. Die Studie, die eine
Gesundheitsdatenbank mit mehr als 490.000 Personen über 60 Jahre
berücksichtigt, kam zu dem Ergebnis, dass bei Teilnehmern mit T1D ein
um 60 bis 93 Prozent höheres Risiko besteht, an Demenzerkrankungen zu
erkranken als bei Personen ohne Diabetes, selbst wenn der Diabetes
behandelt wird. Es ist mehr Forschung erforderlich, um dieses
Ergebnis zu bestätigen und die biologischen Ursachen für das erhöhte
Risiko bei T1D zu untersuchen. Sowohl Typ-1- als auch Typ-2-Diabetes
verbreitet sich weltweit schnell und Menschen, die Typ-1-Diabetes
haben, leben länger als je zuvor.

Frühe Bildung wirkt sich auf zukünftiges Alzheimer-Risiko aus
Zwei Studien aus Schweden, die auf der AAIC 2015 präsentiert wurden,
deuten darauf hin, dass eine Korrelation zwischen der schulischen
Leistung von Kindern (Alter 9 - 10 Jahre) und der Entwicklung einer
Demenzerkrankung im späten Alter besteht. Beide Studien untersuchten
die Auswirkung, die die frühe schulische Bildung,
Sekundarschulbildung und die berufliche Komplexität auf das Risiko,
eine Demenzerkrankung zu entwickeln, haben. In der ersten Studie mit
über 7.500 Personen im Alter von mindestens 65 Jahren war das
Demenzrisiko bei Personen, die im Hinblick auf ihre Schulnoten im
Kindesalter den unteren 20 Prozent zugerechnet werden, um 21 Prozent
erhöht. Bei Personen, die in hochkomplexen Berufen mit Daten und
Zahlen arbeiten, war das Demenzrisiko um 23 Prozent niedriger.
Hervorzuheben ist, dass eine hohe berufliche Komplexität den Effekt
schlechter Schulnoten im Kindesalter nicht ausgleichen kann.
Ergebnisse der zweiten Studie ergaben zudem, dass signifikante
Korrelationen zwischen Noten/beruflicher Komplexität und dem
Demenzrisiko bestehen. In dieser Gruppe aus 440 Männern und Frauen im
Alter von mindestens 75 Jahren war das Demenzrisiko bei Personen über
75 Jahren mit den schlechtesten 20 Prozent der Schulnoten in der
frühen Schulphase um mehr als 50 Prozent erhöht, selbst wenn sie eine
weitere formelle Schulbildung erhielten und einen Beruf ausübten, der
durch eine signifikante Komplexität charakterisiert war. Laut der
Veröffentlichung 10 Ways to Love Your Brain der Alzheimer's
Association's trägt eine formelle Ausbildung in jedem Lebensstadium
dazu bei, das Risiko einer kognitiven Verschlechterung und von Demenz
zu senken.

Für Frauen besteht ein höheres Risiko, kognitiv abzubauen und an
Demenz zu erkranken Frauen sind die größte Risikogruppe bei der
Alzheimer-Krankheit. Laut der Publikation 2015 Alzheimer's Disease
Facts and Figures der Alzheimer's Association sind knapp zwei Drittel
der amerikanischen Senioren, die von Alzheimer betroffen sind,
Frauen. Zudem ist es wahrscheinlicher, dass Alzheimer-Patienten von
Frauen gepflegt werden. Die neuesten Daten zeigen, dass 63 Prozent
aller unbezahlten Pflegepersonen von Alzheimer- und Demenz-Patienten
Frauen sind.

Auf der AAIC 2015 zeigten zwei Studien, wie sich die
Geschwindigkeit und Auswirkung von Alzheimer und einer kognitiven
Verschlechterung bei den Geschlechtern unterscheiden können. Eine
Studie mit ca. 400 Personen mit einer schwachen kognitiven Störung
(141 Frauen, 257 Männer), hauptsächlich Mitte-70-Jährige, zeigte,
dass sich der Zustand von Frauen doppelt so schnell verschlechtert
wie bei Männern mit dem gleichen Befund. Das gilt sowohl für die
kognitiven als auch funktionellen Fähigkeiten. Zudem verschlechterte
sich der Zustand von Frauen im Hinblick auf die Kognition, Funktion
und Hirngröße nach einer Operation mit Allgemeinanästhesie stärker
als bei Männern. Das ergab eine separate Studie, die auf der
Konferenz präsentiert wurde und 527 ältere Erwachsene aus zwei
verschiedenen Forschungsprogramm-Datenbanken, die kognitives Altern
untersuchten, betrachtete. Es besteht eine klare Notwendigkeit, die
Ursachen hierfür zu untersuchen. Liegt es lediglich daran, dass
Frauen länger leben als Männer, oder tragen anatomische, biologische
und/oder genetische Unterschiede zu einer höheren Prävalenz und
schnelleren Zustandsverschlechterung bei?

Forscher berichten über neue Methoden, die Entwicklung der
Alzheimer-Krankheit vorauszusagen Studien, die auf der AAIC 2015
präsentiert wurden, weisen darauf hin, dass moderne bildgebende
Verfahren für das Gehirn, Gedächtnistests und Körperflüssigkeiten der
Schlüssel dazu sein können, das Alzheimer-Risiko einer Person
festzustellen, selbst wenn diese keine Gedächtnisprobleme oder
Probleme mit Denkprozessen aufweist, die mit dieser Erkrankung in
Verbindung stehen. Besonders interessant ist eine kleine Studie, die
ergab, dass es eines Tages möglich sein könnte, Alzheimer-ähnliche
Veränderungen im Speichel, der problemlos gewonnen und transportiert
werden kann und erfolgreich bei der Diagnose zahlreicher Erkrankungen
und Störungen verwendet wird, festzustellen. Eine andere Studie weist
darauf hin, dass Abbildungen von Infektionen im Gehirn mithilfe der
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eines Tages dazu verwendet
werden könnten, die Erkrankung festzustellen und die Wirkung der
Behandlung zu überwachen.

Sport kann eine wirksame Behandlung für Alzheimer und vaskuläre
Demenz sein Wir wissen, dass regelmäßiger Sport das Risiko einer
kognitiven Verschlechterung, von Alzheimer und anderer
Demenzerkrankungen verringern kann. Drei neue Forschungsstudien, die
auf der AAIC 2015 präsentiert wurden, erläuterten den Nutzen von
moderatem bis intensivem Aerobic-Training für Menschen mit Alzheimer
und anderen Demenzerkrankungen. Laut den Studien kann diese Art der
sportlichen Betätigung Patienten dabei helfen, besser mit der
Krankheit zu leben. Eine Studie mit 200 Personen mit Alzheimer im
Alter von 50 - 90 Jahren zeigte, dass Teilnehmer der Studie, die ein
viermonatiges intensives Aerobic-Programm absolvierten, weniger
psychiatrische Symptome wie Angst, Reizbarkeit und Depressionen
entwickelten. Personen, die am härtesten trainierten, wiesen auch
eine Verbesserun der mentalen Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit auf.
Eine zweite Studie mit moderatem bis intensivem Aerobic-Training bei
65 körperlich inaktiven 55 - 89 Jährigen mit schwachen kognitiven
Störungen ergab, dass Sport die Menge abnormal veränderter Proteine
in der Rückenmarksflüssigkeit reduzieren und die Blutzirkulation im
Gedächtnis- und Verarbeitungszentrum des Gehirns verbessern kann.
Dieses Aerobic-Programm scheint die Aufmerksamkeit, Planungs- und
Organisationsfähigkeit zu verbessern. Schließlich ergab eine
sechsmonatige Studie mit 71 Erwachsenen im Alter von 56 - 96 Jahren,
die an vaskulären kognitiven Störungen leiden, dass die Teilnahme an
einem Aerobic-Sportprogramm unter Anleitung mit Verbesserungen des
Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit in Verbindung gebracht wurde.
Diese Studien heben den potentiellen Nutzen von nicht-medikamentösen
Therapien für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen hervor und
erinnern uns daran, dass die Forschung entschieden mehrere Ansätze
für die Alzheimer-Therapie und -Prävention verfolgen muss.

Informationen zur AAIC Die Alzheimer's Association International
Conference (AAIC) ist die weltweit größte Tagung führender Forscher
auf den Gebieten der Alzheimer-Krankheit und anderer
Demenzerkrankungen aus aller Welt. Im Rahmen des Forschungsprogramms
der Alzheimer's Association dient die AAIC als Katalysator zur
Generierung neuen Wissens über Demenzerkrankungen und Förderung einer
dynamischen und kollegialen Forschungsgemeinschaft.

Homepage der AAIC 2015: www.alz.org/aaic/
[http://www.alz.org/aaic/]

Presse zur AAIC 2015: www.alz.org/aaic/press.asp
[http://www.alz.org/aaic/press.asp]

Informationen zur Alzheimer's Association® Die Alzheimer's
Association ist der führende freiwillige Zusammenschluss von
Gesundheitsexperten in der Alzheimer-Behandlung, -Forschung und
Betreuung. Unsere Mission ist es, die Alzheimer-Krankheit durch
Fortschritte in der Forschung zu beseitigen, Behandlung und
Unterstützung für alle Beteiligten bereitzustellen und zu verbessern
und das Demenzrisiko durch die Förderung von Gehirnfitness zu
reduzieren. Wir streben nach einer Welt ohne Alzheimer. Besuchen Sie
alz.org [http://www.alz.org/] oder kontaktieren Sie uns unter der
folgenden Rufnummer: 800.272.3900.

Web site: http://www.alz.org/



Pressekontakt:
KONTAKT: Alzheimer's Association, 312.335.4078, media@alz.org;
Niles Frantz, Alzheimer's Association, 312.335.5777,
niles.frantz@alz.org


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