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WAZ: Es gibt genug Arbeit für Lehrer - Kommentar von Matthias Korfmann

Geschrieben am 28-01-2013

Essen (ots) - Junge, gut ausgebildete Gymnasiallehrer werden
vorerst nicht übernommen. Die leidige G-8-Reform hat schon viele
Schüler, Lehrer, Eltern zur Verzweiflung gebracht, aber dieses
Problem ist nicht allein der verkürzten Schulzeit an Gymnasien
geschuldet. Die Situation war ja schon lange absehbar. Es wäre wohl
möglich gewesen, diesen Lehrern dennoch einen glatten Start ins
Berufsleben zu ermöglichen. Denn eigentlich werden Lehrer gebraucht.
Nur eben vorerst nicht in der Sekundarstufe II an Gymnasien. Von
Verhältnissen wie in den 80er-Jahren, als wenige Lehrer eingestellt
wurden, sind wir weit entfernt. Der Philologenverband sollte
vorsichtig sein mit solchen Vergleichen. Die Berufskollegs haben ein
Personalproblem. Das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten
Schülern ist eine Herausforderung, die nur mit Fachkräften zu
meistern ist. Mehr Ganztag - wenn er denn diese Bezeichnung verdienen
soll - ist ohne neue Lehrer nicht zu haben. Es fehlen nach wie vor
Lehrer für Fächer wie Latein und Mathematik. Und: Jede zweite
Lehrkraft ist über 50. Viele scheiden bald aus dem Dienst aus. Warum
also sollten Absolventen nicht in diesen Beruf einsteigen können?



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de


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