(Registrieren)

Lausitzer Rundschau: Löschen statt sperren Bundestag verschärft Kampf gegen Kinderpornografie

Geschrieben am 02-12-2011

Cottbus (ots) - Das passiert wahrlich nicht alle Tage in der
Politik: Fast einstimmig hat der Bundestag ein Gesetz der
schwarz-roten Vorgängerregierung gekippt und damit einen eigenen
Irrtum korrigiert. Kinderpornografie im Netz, so hieß es noch vor
zweieinhalb Jahren, lasse sich nur durch eine Sperrung der illegalen
Webseiten bekämpfen. Dafür hatte sich insbesondere die damalige
Familienministerin Ursula von der Leyen stark gemacht. Wer sich
dagegen auflehnte, etwa weil er ein Einfallstor für die Zensur
anderer Web-Inhalte befürchtete, setzte sich dem Verdacht aus, mit
den Kinderschändern zu sympathisieren. Damit ist nun endlich Schluss.
Die Abgeordneten sind dem dringenden Rat vieler Experten gefolgt. Und
der heißt: löschen statt sperren. Damit haben sie eine sehr
vernünftige Entscheidung getroffen. Der Praxistest hat nämlich
gezeigt, dass das Argument, bei illegalen Inhalten auf ausländischen
Servern machtlos zu sein, ins Leere läuft. Untersuchungen zufolge
reagieren die meisten ausländischen Internet-Anbieter nach
Aufforderung schon innerhalb einer Woche mit dem Löschen der
Darstellungen von Kindesmissbrauch. Das ist letztlich auch viel
wirksamer als die Stoppschild-Methode. Eine Sperrung lässt sich schon
bei einfachen technischen Kenntnissen des Nutzers umgehen. Obendrein
ist der Zugriff auf entsprechende Seiten in Ländern, die keine
Sperrung praktizieren, weiter problemlos möglich. Diesem Treiben hat
der Bundestag nun einen empfindlichen Schlag versetzt. Auch
international dürfte das Beispiel Schule machen. Kinderpornografie
zählt zu den widerwärtigsten Straftaten, die sich Menschen ausdenken
können. Umso wirkungsvoller müssen sie bekämpft werden.



Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

366969

weitere Artikel:
  • Rheinische Post: RWE will 8000 Arbeitsplätze abbauen Düsseldorf (ots) - Der RWE-Konzern will in den nächsten Jahren über 8000 seiner weltweit 72 000 Arbeitsplätze abbauen, wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Samstagausgabe) aus Gewerkschaftskreisen erfuhr. Dies solle sozialverträglich geschehen, hieß es. Am 12. Dezember kommt der Aufsichtsrat zusammen, um über den mittelfristigen Ausblick für die Jahre 2012 bis 2014 und über die Beschäftigungsentwicklung zu beraten. So solle allein das Desinvestitions-Programm mit der Trennung von 3000 bis 4000 Stellen verbunden sein, mehr...

  • Rheinische Post: SPD-Linke fordert "Vereinigte Staaten von Europa" Düsseldorf (ots) - Die SPD-Linke drängt beim Parteitag am Wochenende auf ein Bekenntnis der Partei zu "Vereinigten Staaten von Europa". Dies geht aus einem Resolutionsentwurf hervor, der der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) vorliegt. Darin fordert die Partei-Linke vor allem eine "aktive Rolle" der Europäischen Zentralbank. "Die Möglichkeit, die EZB einzusetzen, sollte genutzt werden, das ist eine Frage der Souveränität Europas entgegen der Souveränität der Finanzmärkte." Der Entwurf soll in eine Resolution einfließen, die am mehr...

  • Rheinische Post: SPD-Europa-Politiker Schulz fordert neuen EU-Chef Düsseldorf (ots) - Der künftige Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), fordert eine starke, mit ausreichend Kompetenzen ausgestattete Führungspersönlichkeit für die EU. "Ich bin der Meinung, dass der Chef der EU-Kommission und der Vorsitzende des Europäischen Rats zu einem EU-Präsidenten verschmelzen sollten, der mit ausreichenden Kompetenzen ausgestattet und vom EU-Parlament gewählt wird, aber auch abberufen werden kann", sagte Schulz der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). So ließe mehr...

  • LVZ: Ulbig: NPD-Verbot ist Gebot der Stunde Leipzig (ots) - Sachsens Innenminister Markus Ulbig, CDU, hat zu einer "Neubewertung des gewaltbereiten Rechtsextremismus" aufgerufen und "einen neuen politischen Blick auf ein Verbot der NPD" angemahnt. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe) meinte Ulbig, ein NPD-Verbot sei "das Gebot der Stunde", vorausgesetzt, es stelle sich rund um das Thüringer Terrortrio heraus, "dass es Bezüge zur NPD gibt und wenn die NPD ihre Ziele mithilfe von Terror und Gewalt umsetzt". Sollten sich durch die laufenden Ermittlungen mehr...

  • Mitteldeutsche Zeitung: Afghanistan-Konferenz Chef des Bundeswehrverbandes warnt vor Scheitern der Konferenz Halle (ots) - Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat angesichts der Absage Pakistans vor einem Scheitern der Bonner Afghanistan-Konferenz gewarnt. "Wer heute Afghanistan sieht, der muss Pakistan, Indien und Iran, ja der muss den gesamten Raum sehen", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). "Afghanistan und Pakistan - das ist ein Thema. Insofern macht es kaum Sinn, eine Konferenz durchzuführen, bei der das wichtigste Land, das außerdem noch die Atomwaffe hat, nicht mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht