(Registrieren)

Neue OZ: Kommentar zu Syrien / Unruhen

Geschrieben am 05-08-2011

Osnabrück (ots) - Zum Verzweifeln

Ihre Lage scheint nahezu hoffnungslos, und trotzdem kämpft die
syrische Opposition weiter, deutlicher kann sie ihre Wut und
Entschlossenheit nicht zeigen. Bei Außenstehenden wächst zeitgleich
der Frust darüber, diesen tödlichen Kampf hilflos mit ansehen zu
müssen. Das fängt schon damit an, dass niemand genau sagen kann, was
in Syrien gerade vor sich geht, denn ausländische Journalisten
mussten ausreisen: Das Regime möchte keine Zeugen.

Assads Gefolgsleute, vor allem das Militär, sollen in den
vergangenen Monaten etwa 2000 Menschen getötet haben. Der Mann
schießt auf sein eigenes Volk: Das wirkt fatalerweise vertraut. In
Libyen war genau das der Grund für einen NATO-Einsatz. Für Syrien ist
das allerdings im Moment keine Option. Zu heikel ist die Position des
Landes mit Israel, dem Libanon und dem Irak als Nachbarn, zu schwach
sind die Erfolge gegen Gaddafi.

Damit bleibt allein die Diplomatie. Und ehrlich gesagt ist das zum
Verzweifeln. Weil man schon ahnt, dass Assad sich davon kaum
beeindrucken lässt. Weder von der Rüge, zu der sich der
UN-Sicherheitsrat bislang durchringen konnte, noch von den
US-Sanktionen, Assad lässt weiter schießen. Trotzdem ist es wichtig,
alle diplomatischen Werkzeuge zu nutzen. Wenn schon nicht für direkte
Erfolge, so doch wenigstens, um Stellung zu beziehen. Und um der
Opposition zu zeigen, dass sie nicht so allein ist, wie es für sie
den Anschein haben muss.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

345972

weitere Artikel:
  • Neue OZ: Kommentar zu EU / Schuldenkrise Osnabrück (ots) - Ein Trauerspiel Die EU-Spitze scheint der Welt zurzeit ein wenig entrückt zu sein. Das gilt für die Staats- und Regierungschefs sowie die Kommission. Da treffen sie sich vor zwei Wochen zu einem Sonderschuldenkrisengipfel und einigen sich irgendwie auf alles, was im Vorfeld mal gefordert wurde, und zugleich ein Stück weit auf nichts. So lässt sich die überbordende Vielfalt der Beschlüsse zumindest auch interpretieren. Im Anschluss erklären Politiker und EU-Verwaltung das Werk flugs für vollbracht und läuten vielfach mehr...

  • Rheinische Post: Schavan hält an Umbau des Schulsystems und Bildungsparteitag fest Düsseldorf (ots) - Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) bekräftigte ihre Forderungen nach einer Reform des Schulsystems, das mittelfristig zu einem zweigliedrigen System führen wird. "Wenn es weniger Schüler gibt, darf es nicht immer mehr Schulformen geben", sagte Schavan der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Die CDU müsse sich als Bundespartei klar positionieren, forderte Schavan. Den Widerstand einiger CDU-Länder gegen die bildungspolitischen Ziele der Parteiführung fürchte sie nicht. mehr...

  • Rheinische Post: CDU-Vize Schavan kritisiert Erwin Teufel Düsseldorf (ots) - Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, Bildungsministerin Annette Schavan, hat die Kritik des früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel am Kurs der Partei zurückgewiesen. "Veränderungen sind normal. Das muss auch für die CDU gelten", sagte Schavan der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Sie fügte hinzu: "Für die Stärke der Volkspartei CDU ist es entscheidend, dass wir keine ideologischen Kämpfe führen, sondern die zentralen gesellschaftlichen Fragen überzeugend mehr...

  • Mitteldeutsche Zeitung: Politik Landesverwaltungsamt: eine Behörde, die keiner braucht? Halle (ots) - Das Landesverwaltungsamt in Halle wird immer mehr zu einer Art Steinbruch, aus dem sich verschiedene Landesministerien bedienen: Am Freitag wurde bekannt, dass nach dem Kultus- auch Sozial- und Umweltressort planen, Abteilungen aus der Behörde herauszulösen. Das berichtet die in Halle erscheinenden Mitteldeutsche Zeitung (Samstagausgabe). SPD-Innenexperte und Landtagsfraktionsvize Rüdiger Erben äußerte sich besorgt und riet zu einem "vorsichtigeren Umgang" mit dem erst im Jahr 2004 gegründeten Amt. "Wir können das Landesverwaltungsamt mehr...

  • Mitteldeutsche Zeitung: Abgeordneten-Rechte Innenminister fordert Respekt für Politiker - Polizisten sollen Abgeordneten-Rechte achten Halle (ots) - Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) ruft die ihm unterstehenden Polizeibeamten zu Respekt vor Landtagsabgeordneten auf. Sein Ministerium erarbeitet derzeit einen Erlass, der an alle Polizeidienststellen gehen und dem das Muster eines Abgeordneten-Ausweises beigefügt werden soll. "Darin wird zum Ausdruck kommen, dass die Rechte der Abgeordneten als Vertreter der Legislative zu achten sind. Dies ist auch eine Achtung vor der ersten Gewalt", sagte Stahlknecht der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht