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WAZ: Gesucht wird: Gaddafi. Kommentar von Ralph Schulze

Geschrieben am 28-06-2011

Essen (ots) - Mit dem Haftbefehl des Internationalen
Strafgerichtshofes wird Libyens Diktator Gaddafi weiter in die Enge
getrieben. Es gibt reichlich Hinweise dafür, dass der Despot
persönlich seinen Truppen befahl, die aufständische Bevölkerung mit
Folter, Entführungen, Morden und Vergewaltigungen zu terrorisieren.
Eben dafür, dass Gaddafi und sein ebenfalls beschuldigter Sohn Saif
al Islam keine Staatsmänner, sondern Staatsverbrecher sind. Große
Auswirkungen wird dieser Beschluss zunächst wohl nicht haben. Gaddafi
scheint nicht gewillt, seinen Vernichtungskrieg gegen sein Volk zu
beenden. Und erst recht nicht, sich dem Tribunal und einem Prozess
wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu stellen. Einen Gaddafi,
der in Den Haag auf der Anklagebank sitzt, bekommt die Welt so
schnell nicht zu sehen.

Doch immerhin dürfte es für Gaddafi nun etwas schwerer sein,
Libyen zu verlassen. Weil er bei Einreise in jedes Land, welches den
Gerichtshof anerkennt, mit Festnahme rechnen muss. Alleine das ist
schon ein kleiner Erfolg, wenn man bedenkt, dass dem selbsternannten
"Revolutionsführer" aus dem Ölreich jahrelang und weltweit der rote
Teppich ausgerollt worden war.



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de


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