(Registrieren)

Rheinische Post: Politische Strafe Kommentar Von Godehard Uhlemann

Geschrieben am 30-12-2010

Düsseldorf (ots) - Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht politische
Absichten hinter dem Urteil gegen Michail Chodorkowski. Eine solche
Einschätzung ist der Bundesregierung nicht leicht gefallen. Immerhin
will sie das Verhältnis zu Moskau ausbauen. Die Wirtschaftskontakte
sollen intensiviert und die Beziehungen zur EU und zur Nato
partnerschaftlicher gestaltet werden. Da passt ein Rückschritt im
russischen Rechtswesen nichts ins Konzept. Gerichte, die von der
Exekutive nicht gänzlich abgenabelt sind, sind keine Orte, an denen
man Gerechtigkeit findet. Die harte Strafe gegen den früheren
Ölmagnaten, der mit allen Mitteln zu einem der reichsten Männer des
Landes wurde und dem damaligen Präsidenten Putin mit seiner Kritik
auf die Füße trat, ist ein Akt der Willkür. Putin hatte sein Urteil
vor Tagen gesprochen, gefolgt sind ihm nun Staatsanwaltschaft und das
Gericht. Dabei wäre für Putin, heute Ministerpräsident des Landes mit
dem Hang zurück zur Staatsspitze, ein bald freier Chodorkowski kaum
eine Gefahr. Die politische Macht zentralisiert sich nach wie vor im
Kreml. Russlands Opposition weiß davon ein Lied zu singen. So bleibt
der Fall Chodorkowski auf der Agenda. International hagelte es
Proteste, und Russlands Justiz steht am Pranger.



Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

308597

weitere Artikel:
  • Neue OZ: Kommentar zu Soziales / Renten / Altersarmut Osnabrück (ots) - Es tickt eine Zeitbombe Noch ist Altersarmut für die meisten Beschäftigten und Rentner kein aktuelles Thema - aber es droht eines zu werden. Teilzeitstellen, Kurz- und Leiharbeit, Langzeitarbeitslosigkeit oder gescheiterte Versuche mit der Selbstständigkeit tragen dazu bei, dass künftige Rentner in die Armut abrutschen. Hinzu kommt: Mit Stundenlöhnen von sechs bis acht Euro lässt sich auch nach 45 Beitragsjahren keine Rente oberhalb der Grundsicherung erreichen. Doch es darf nicht sein, dass ein Arbeitnehmer, mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zu Dänemark / Terrorismus Osnabrück (ots) - Kein Hauch von Panik Offenbar konnte der Geheimdienst ein Blutbad in der Kopenhagener Redaktion der Zeitung "Jyllands-Posten" vereiteln. Seitdem das Blatt vor fünf Jahren zwölf Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hat, stehen Verlag, Redaktion und Karikaturisten im Visier von Terroristen. Das ist schockierend. Die Fanatiker attackieren damit nicht nur eine dänische Zeitung, sondern Europas Presse- und Meinungsfreiheit insgesamt. Lange galt es als unvorstellbar, dass auf diesem Kontinent Künstler wegen ihrer mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zu Bundesregierung / Neujahrsansprache Osnabrück (ots) - Merkel macht deutschem Michel Mut Neujahrsansprachen ähneln dem "Wort zum Sonntag". Sie haben einen festen Platz im Alltag. So richtig Lust zum Zuhören hat man nicht. Denn die Erfahrung zeigt, dass der Erkenntniswert oft eher gering ist. Die Neujahrsansprache der mächtigsten deutschen Politikerin macht da keine Ausnahme. Das war aber auch nicht zu erwarten. Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzte die Chance zur Selbstdarstellung. Das darf sie. Aber es ging der 56-Jährigen um mehr. Von einer Staatsmännin erwartet mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zu Umwelt / Wetter Osnabrück (ots) - Zonen-Chaos beenden Geht es nach dem einen oder anderen Klimaforscher, dürfte es das Wetter da draußen gar nicht geben. Schnee, so meinte etwa Mojib Latif im Jahr 2000, werde hier mittelfristig keiner mehr fallen. Nun sind ein, zwei harte Winter in unseren Breiten kein Beweis, dass es eine globale Klimaerwärmung nicht gibt. Umgekehrt erscheint es aber auch unseriös, ein warmes Frühjahr oder etwas mehr Regen als Beleg anzuführen, um milliardenschwere Klimaprogramme zu starten. Da sind die Dinge doch etwas komplexer. mehr...

  • Rheinische Post: Kommentar: Frauen in Führungspositionen Düsseldorf (ots) - Lange kamen Frauen in Wirtschaft und Politik nur in einer Rolle vor: als Frau an seiner Seite. Dann kamen viele Frauen lila daher und hielten den Kampf um das Binnen-I ("PolitikerInnen") für einen Befreiungskampf. Die Zeiten sind zum Glück vorbei. In vielen Bereichen mischen Frauen selbstverständlich mit. Eine Frau ist Kanzlerin und führt die konservative CDU. Eine Frau lenkt NRW, das wichtigste Bundesland. Immer mehr Unternehmen holen Frauen in ihre Chefetagen. So viele Frauen wie nie zuvor werden 2011 über das mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht