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Vermisster Porsche-Veredler / Uwe Gemballa tot in Südafrika aufgefunden

Geschrieben am 02-10-2010

Hamburg (ots) - Der seit Februar in Südafrika vermisste
Stuttgarter Porsche-Veredler Uwe Gemballa ist tot. Die
südafrikanische Polizei fand seine Leiche in Zellophan-Folie
eingewickelt westlich von Pretoria. Wie Ermittler stern.de
bestätigten, handelt es sich dabei um Gemballa.

Uwe Gemballa war Anfang Februar über Dubai nach Johannesburg
geflogen, um sich vermeintlich mit neuen Geschäftspartnern zu
treffen. Schon kurz nach seiner Ankunft erreichte seine Frau ein
mysteriöser Anruf Gemballas, der sie auf Englisch aufforderte, ihm
dringend ein Million Dollar zu schicken. Danach fehlte jedes weitere
Lebenszeichen von Gemballa.

Von südafrikanischen Behörden wurde gemutmaßt, Gemballa, dessen
Firma kurz vor der Insolvenz stand, habe sich möglicherweise absetzen
wollen. Recherchen von stern.de ergeben jetzt aber: Uwe Gemballa war
möglicherweise in illegale Geldwäsche-Geschäfte mit organisierten
südafrikanischen Kriminellen geraten, und wurde nun mutmaßlich von
seinen Geschäftspartnern getötet.

Im Mittelpunkt steht dabei der tschechische Unterweltboss Radovan
Krejcir, der sich seit Jahren in Südafrika aufhält und gegen seine
Abschiebung nach Prag kämpft. Spätestens seit Ende der 90er-Jahre war
Krejcir in Kontakt mit Gemballa, mindestens einmal trafen sich die
beiden 2002 in einem Hotel in Prag.

Offenbar soll Krejcir Gemballa überzeugt haben, Autos für ihn nach
Südafrika zu importieren und in diesen hohe Dollar- oder Euro-Beträge
ins Land zu schmuggeln. Das bezeugte Juan Meyer, ein ehemaliger
Geschäftspartner Krejcirs der südafrikanischen Polizei in einer
eidesstattlichen Versicherung und auch gegenüber stern.de.

Dann aber, so Meyer, sei es zum Streit zwischen Gemballa und
Krejcir gekommen. Im September vergangenen Jahres habe Krejcir von
Gemballa einen Porsche Cayenne mit Schwarzgeld erwartet. Dieser
Porsche sei auch gekommen - jedoch ohne das vereinbarte Geld.

Gegenüber stern.de erinnert sich Meyer an das entsprechende
Telefonat zwischen Gemballa und Krejcir: "Wir waren am Nachmittag zum
Essen im Harbour Restaurant in Johannesburg. Gemballa rief an und
Krejcir schrie immer wieder ins Telefon, wo denn das Geld sei. Am
Ende sagte er dann: 'Wenn Du mir nicht das Geld schickst, bist Du ein
toter Mann'". Dieses Gespräch hat Meyer auch gegenüber der
südafrikanischen Polizei in einer eidestattlichen Versicherung
bestätigt, die stern.de vorliegt.

Und offenbar war es tatsächlich dieser Deal, der Uwe Gemballa am
Ende das Leben kostete. Wie aus südafrikanischen Polizeikreisen
bekannt wurde, soll Krejcir darauf seinen Kampagnon Jerome Safi damit
beautragt haben, Gemballa nach Südafrika zu locken. Unter dem
falschen Namen "Jerome Saphire" begann Safi daraufhin Gemballa mit
einem vermeintlichen Geschäftsdeal zu ködern.

Safi alias Saphire vereinbarte mit Gemballa, eine Niederlassung
für dessen Tuner-Schmiede in Südafrika aufzubauen. Das zeigen E-Mails
zwischen Safi und Gemballa, die stern.de vorliegen. Gemballa schrieb
zurück: "Wir wären mehr als glücklich, wenn Sie den richtigen
Enthusiasmus hätten, dieses Geschäft zu starten!!!" Selbst eine
vorläufige 25-seitige Geschäftsvereinbarung über die Bestellung von
sechs Luxus-Autos wurde schon abgeschlossen.

Das alles war offenbar aber nur Teil der Strategie von Radovan
Krejcir, um Gemballa ins Land zu locken. Sowohl deutsche als auch
südafrikanische Ermittler bestätigen, dass dieser Jerome Saphire kein
anderer als Krejcirs Komplize Safi war.

Was aber geschah an jenem 8. Februar 2010? Die Aufnahmen der
Überwachungskameras des Flughafens von Johannesburg zeigen, dass Uwe
Gemballa von einem hellhäutigen Mann mit Hut abgeholt wurde. Nach
Erkenntnissen der südafrikanischen Polizei war dieser Mann mutmaßlich
Russe und Teil eines Teams, das von Krejcir beautragt wurde, Gemballa
dazu zu bewegen, ihm die ausstehende Million zu schicken. Mehrere
Tage lang sei Gemballa dazu offenbar im Haus eines Komplizen von
Krejicir gefangen gehalten worden, aus dieser Zeit stammt auch der
verzweifelte Anruf an seine Frau in Stuttgart. Als aus Deutschland
kein Geld eintraf, wurde Gemballa offenbar erschossen.
Gebissvergleiche haben nun die Identität Gemballas ergeben,
bestätigten südafrikanische Ermittlerkreise stern.de.

Originaltext: Gruner+Jahr, stern.de
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/21391
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_21391.rss2

Pressekontakt:
Gruner+Jahr, stern.de
Dirk Benninghoff
Telefon: 040-3703-7290
benninghoff.dirk@stern.de


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