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Neues Deutschland: zu einer Umfrage über umstrittene Äußerungen von Eva Herman über Hitlers Autobahnen

Geschrieben am 17-10-2007

Berlin (ots) - Es war nicht alles schlecht. Es ist auch nie alles
gut. In den diktatorischsten Diktaturen und den demokratischsten
Demokratien gibt es immer beides. Dies in einer Umfrage zur
Nazi-Diktatur bestätigen zu lassen, ist ebenso heimtückisch, wie es
ahistorisch ist. Mit dem gleichen Kitzel politischer Reflexzonen wird
mit Vorliebe auch der »Wahrheit« über die DDR nachgegangen. Es
handelt sich um eine Form der Denunziation, Opfer ist der Befragte,
ganz unabhängig von seiner Antwort.
Wenn in einer Umfrage jeder Vierte Autobahnen und Familienförderung
ausnehmen will von seiner Kritik am Nazireich, zeigt das allenfalls
die erstaunliche öffentliche Wirkung, den eine
Apfelkuchenhistorikerin wie Eva Herman und das Tribunal ihres
Zuckerbäckerimitats Johannes B. Kerner zur Folge haben. Das Anpieken
von Ressentiments auch in Umfragen zeigt die heimliche Freude der
Fragesteller an der Unwahrheit.
Hitlers Autobahnen waren nicht gut oder böse, sondern nützlich.
Hitlers Nützlichkeitserwägungen sind bekannt. Kein Verbrechen
relativiert sich dadurch, dass es Nutznießer hat. Das gilt für alle
Verbrechen. Unisono werden die Genozide der Kolonialmächte der
Neuzeit den angeblichen zivilisatorischen Errungenschaften
entgegengehalten, die Europa den Barbaren in die Pampa brachte. Ein
unsäglicher Vergleich? Kaum irrealer als der zwischen Hitler und
Honecker. Hier noch einer: Der Mainstream ist nur die elegantere Form
des Parteilehrjahrs.

Originaltext: Neues Deutschland
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59019
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59019.rss2

Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21


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