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Lebensmittelwirtschaft verstärkt Nährwertinformation / Nährwertkennzeichnung bereits auf 60 Prozent der Lebensmittelverpackungen

Geschrieben am 16-10-2007

Köln (ots) -

Sperrfrist: 16.10.2007 13:30
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung frei gegeben ist.

"60 Prozent der verpackten Lebensmittel tragen heute bereits eine
Nährwertkennzeichnung - Tendenz steigend", verkündete Dr. Theo
Spettmann, Präsident des BLL auf der gemeinsamen Pressekonferenz des
Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz (BMELV), des Bundes für Lebensmittelrecht und
Lebensmittelkunde e. V. (BLL) sowie des Hauptverbandes des Deutschen
Einzelhandels (HDE) auf der internationalen Ernährungsmesse ANUGA.
Die stärkere Verbreitung der freiwilligen Nährwertinformation auf der
Lebensmittelverpackung ist das gemeinsame Ziel von
Lebensmittelwirtschaft und Politik, dies machte das Pressegespräch
deutlich. "Wir befürworten und unterstützen grundsätzlich die
Anstrengungen und Initiativen zur Verbesserung der
Verbraucherinformation", betonten Spettmann und Josef Sanktjohanser,
Präsident des HDE. Weiterhin begrüßten beide Verbände die klare
Absage Seehofers an ein die Lebensmittel falsch bewertendes
Ampelsystem, das mit dem Prinzip der objektiven Nährwertinformation
unvereinbar ist.

In den letzten Jahren sei von Seiten der Lebensmittelwirtschaft
viel in Sachen Nährwertinformation unternommen worden, berichtete der
BLL-Präsident. Das Informationsangebot für Verbraucher werde laufend
verbessert. Aktivitäten und Initiativen von Unternehmen der Industrie
und des Handels unterstützten dies: "Deutlich mehr als die Hälfte der
verpackten Lebensmittel tragen bereits heute eine
Nährwertkennzeichnung, über 70 Prozent geben weitere
Kontaktmöglichkeiten wie Hotline oder Internet-Adresse für
weiterführende Produktinformationen an", zitiert Spettmann erste
tagesaktuelle Ergebnisse aus einer vom BLL in Auftrag gegebenen
GfK-Marktforschungsstudie. Durch diese Maßnahmen biete die
Lebensmittelwirtschaft dem Verbraucher eine gute Orientierung für
Einkauf, Auswahl und Verzehr.

Der BLL hat zu Beginn dieses Jahres seinen Mitgliedern und damit
der gesamten Lebensmittelwirtschaft empfohlen, die zentralen
Informationen - Brennwert, Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate - auf den
Verpackungen anzugeben. Diese vier Werte liegen auch der
Nährwertkennzeichnungsverordnung zugrunde. Diese Empfehlung wird
jetzt erweitert: Die Angabe des Energiegehaltes, bezogen auf die
jeweilige Portion und eine durchschnittliche Tageszufuhrmenge von
2000 Kilokalorien soll zusätzlich auf der Schauseite oder anderweitig
hervorgehoben werden. "Diese Information zum Energiegehalt ist ganz
entscheidend, gerade auch vor dem Hintergrund der
Übergewichtsproblematik; auf diese Aussage gilt es sich zu
konzentrieren", so der Präsident des BLL. Industrie und Handel haben
aufbauend auf der Basisempfehlung weitergehende spezifische Systeme
in verschiedenen Abstufungen entwickelt. Dieses Engagement erfolgte
auf freiwilliger Grundlage; das gelte es auch beizubehalten, fordert
der BLL-Präsident. Entscheidend seien Freiwilligkeit und Flexibilität
in der Anwendung. Nicht auf allen Produkten machten solche Angaben
Sinn, nicht jede Verpackung könne sie tragen, nicht jeder Hersteller
sie ermöglichen. Ein Etikett hat seine Grenzen. Deshalb hat sich die
Lebensmittelwirtschaft für ein Stufenmodell entschieden, das
branchen-, unternehmens- und produktspezifische Gegebenheiten
berücksichtigt. Je flexibler die Möglichkeiten der
Nährwertkennzeichnung, desto breiter ihre Akzeptanz und Anwendung.

Bei allen guten Ansätzen einer verstärkten Nährwertinformation ist
jedoch eines klar: Ein Mehr an Kennzeichnung wird das Problem
Übergewicht nicht lösen, das bekanntlich von vielen weiteren Faktoren
wie Bewegung, genetischer Veranlagung, sozialer Schicht etc.
beeinflusst wird. Entscheidend ist die Aufklärungsarbeit und
Motivation für eine bewusste Ernährung und viel Bewegung als
Ausgleich für die viele vom Sitzen geprägte Zeit. Einen gesunden
Lebensstil zu führen - diese Aufgabe verbleibt beim Verbraucher.

Originaltext: BLL - Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/12796
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_12796.rss2

Pressekontakt:
Dr. Andrea C. Moritz
Leiterin BLL-Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: amoritz@bll.de
Tel.: +49 228 81993-126


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