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Wolfgang Gehrcke: Fischer als Afghanistan-Beauftragter heißt den Bock zum Gärtner machen

Geschrieben am 12-10-2007

Berlin (ots) - Zum Vorschlag des Vorsitzenden des Auswärtigen
Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz (CDU), Ex-Außenminister
Josef Fischer zum internationalen Afghanistan-Beauftragten zu machen,
erklärt der Obmann der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss,
Wolfgang Gehrcke:

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz
(CDU), verfügt als Münsterländer über einen hintersinnigen Humor,
auch wenn seine Ironie nicht für alle auf den ersten Blick erkennbar
ist. Schon die Begründung seines Vorschlages, Joschka Fischer zum
internationalen Afghanistan-Beauftragten zu berufen, lässt Abgründe
erahnen. Polenz vergleicht Josef Fischer mit Tony Blair - im Klartext
also: einen gescheiterten Außenminister mit einem gescheiterten
Ministerpräsidenten. Das kann nur ironisch gemeint sein.

Fischer trägt eine hohe Verantwortung dafür, dass die Kosovo-Krise
militärisch und nicht durch Verhandlungen beendet wurde, die Folgen
wirken bis heute fort. Fischer hat auch dazu beigetragen, dass
Deutschland den USA außer Truppen jede andere erdenkliche Hilfe für
den Irak-Krieg geleistet hat. Und Fischer trägt Verantwortung, dass
mit der Petersberger Konferenz die Hilfe für Afghanistan von Anfang
auf ein falsches Gleis gebracht wurde.

Mit dieser internationalen Erfahrung könnte Josef Fischer als
Afghanistan-Beauftragter nur dazu beitragen, eine ohnehin verfahrene
Situation gänzlich ausweglos zu machen.

Ich nehme den Vorschlag von Ruprecht Polenz als feine Ironie,
damit kann ich umgehen. Wirklich ernst gemeint kann dieser Vorschlag
nicht sein.

Originaltext: DIE LINKE
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Pressekontakt:
DIE LINKE.
Fraktion im
Bundestag
Hendrik Thalheim
Tel.: 030/22752800
Mobil: 0172/3914261
Mail: pressesprecher@linksfraktion.de


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