(Registrieren)

Ulla Schmidt: Die Arbeit der BAG SELBSTHILFE ist unverzichtbar

Geschrieben am 11-10-2007

Düsseldorf (ots) - "Die Arbeit, die Sie leisten, ist unverzichtbar
für diese Gesellschaft", betonte Bundesgesundheitsministerin Ulla
Schmidt in ihrem Festvortrag auf der Tagung zum 40jährigen Jubiläum
der BAG SELBSTHILFE am 5. Oktober 2007 in Düsseldorf. Dabei habe die
Selbsthilfe den Weg von der Enttabuisierung von Behinderung über
Fürsorge und Wohlfahrtsstaat bis hin zur selbstbestimmten Teilhabe
behinderter und chronisch kranker Menschen am Leben dieser
Gesellschaft geschafft.

Das Prinzip Selbsthilfe brachte Ulla Schmidt mit dem Zitat eines
chinesischen Sprichwortes auf den Punkt: "Wenn Du etwas lernen
willst, dann frage einen Erfahrenen und nicht einen Gelehrten." Denn
es seien die Betroffenen, die selbst erlebt hätten, was
Diskriminierung sei, die Hürden erfahren hätten, und aus dieser
Position heraus wüssten, welche Rahmenbedingungen wie geändert werden
müssten, um zu Selbstbestimmung, Teilhabe und Gleichberechtigung
beizutragen. Die Bundesgesundheitsministerin: "Wir können auf die
Selbsthilfe und auf zivilgesellschaftliches Engagement gar nicht
verzichten, wenn wir auch in Zukunft eine qualitativ hochstehende
Versorgung gewährleisten wollen."

Ein gutes Beispiel sei die Gesundheitspolitik. Hier habe sich die
Selbsthilfe zu einem ernstzunehmenden Partner im Gesundheitswesen
entwickelt. "Das Gesundheitssystem der Zukunft wird ohne den
informierten Patienten nicht funktionieren", so Ulla Schmidt. Aufgabe
der Selbsthilfe sei es, durch Aufklärung und Information diese
Partnerfunktion der Patientinnen und Patienten zu stärken.

Doch die Arbeit in der Selbsthilfe behinderter und chronisch
kranker Menschen und ihrer Angehörigen wird zu 90 Prozent von
Ehrenamtlern getragen, und so rückt die Finanzierung ihrer
unverzichtbaren Leistungen in den Fokus. "Wir freuen uns, dass die
Selbsthilfe einen so hohen Stellenwert genießt und zahlreiche
Verbesserungen Eingang in die letzte Gesundheitsreform gefunden
haben, doch für uns ist auf der einen Seite eine verlässliche und
nachhaltige Förderung der Selbsthilfe und auf der anderen Seite die
unbürokratische und zeitnahe Umsetzung der gesetzlichen Regelungen
dringend notwendig," erklärte Friedel Rinn, Bundesvorsitzender der
BAG SELBSTHILFE, auch mit Blick auf die Krankenkassen.

Bei der Sicherung der Finanzierung des zivilgesellschaftlichen
Engagements der BAG SELBSTHILFE stellte die Ministerin noch einmal
die notwendige Unabhängigkeit des Dachverbandes und seiner
Mitgliedsverbände heraus. Sie sei dankbar für den Kodex der BAG
SELBSTHILFE, der die unabhängige und transparente Zusammenarbeit mit
der privaten Wirtschaft und anderen Beteiligten im Gesundheitswesen
klar regle.

Die BAG SELBSTHILFE e.V. - Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE
von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren
Angehörigen - ist die Vereinigung der Selbsthilfeverbände behinderter
und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen in Deutschland.
Sie ist Dachverband von 101 bundesweit tätigen
Selbsthilfeorganisationen, 14 Landesarbeitsgemeinschaften und 4
Fachverbänden. Über ihre Mitgliedsverbände sind in der BAG
SELBSTHILFE mehr als eine Million Menschen mit körperlichen,
seelischen und geistigen sowie Sinnes-Behinderungen und Menschen mit
unterschiedlichsten chronischen Erkrankungen zusammengeschlossen.

Originaltext: BAG SELBSTHILFE e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52614
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_52614.rss2

Pressekontakt:
Elisabeth Fischer
BAG SELBSTHILFE e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kirchfeldstraße 149
40215 Düsseldorf
Fon: 0211 3100625
Fax: 0211 3100634
www.bag-selbsthilfe.de
elisabeth.fischer@bag-selbsthilfe.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

97828

weitere Artikel:
  • LVZ: Wieczorek-Zeul: Schnelle Wiederaufbau-Erfolge in Afghanistan sichern, sonst werde den Taliban der Boden bereitet / Regierung in Kabul soll zukünftig OEF-Einsätzen vorab zustimmen müssen Leipzig (ots) - Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, in Afghanistan den Menschen "schnell Erfolge des Wiederaufbaus" zu demonstrieren. Deshalb, so die Ministerin in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe), sei es wichtig, dass "Militär und Polizei für ein Klima der Sicherheit" sorgen könnten. "Sonst bereiten Frustration und Hoffnungslosigkeit den Taliban den Boden", warnte die Politikerin. "Solange die afghanische Regierung noch mehr...

  • Dautzenberg/Fahrenschon/Flosbach: Guter Tag für Fondsstandort Deutschland und Entwicklungspolitik Berlin (ots) - Anlässlich des abschließenden Berichterstattergesprächs der Koalitionsfraktionen zum Investmentänderungsgesetz am heutigen Tage erklären der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Finanzausschuss, Leo Dautzenberg MdB, der haushalts- und finanzpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Georg Fahrenschon MdB, und der zuständige Berichterstatter, Klaus-Peter Flosbach MdB: Heute ist ein guter Tag für den Fondsstandort Deutschland und die deutsche Entwicklungspolitik: Künftig dürfen Mikrofinanz-Publikumsfonds mehr...

  • Steinbach: Armenien-Resolution des US-Kongresses richtungsweisend Berlin (ots) - Die Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach MdB, erklärt anlässlich der Resolution des US-Kongresses zu Armenien vom 10. Oktober 2007: Während des Ersten Weltkrieges sind bei Massakern, Vertreibungen und Todesmärschen im damaligen Osmanischen Reich laut armenischen Angaben mehr als 1,5 Millionen Menschen ums Leben gekommen. Die Nachkommen der überlebenden Opfer fordern seit Jahren eine angemessene Erinnerung und die Aufarbeitung durch die Türkei. Dem verweigern mehr...

  • stern.de: Nato-General fordert stärkeres Engagement in Afghanistan Hamburg (ots) - Der niederländische Nato-General Ton van Loon hat ein stärkeres Engagement der Nato-Staaten in Afghanistan gefordert: "Es geht auch um Soldaten, aber nicht nur um Soldaten", sagte van Loon zu stern.de, dem Online-Magazin der Hamburger Zeitschrift stern. "Wir brauchen viel mehr Experten für die Ausbildung von Armee und Polizei." So habe die Europäische Union bislang nur 150 Ausbilder zur Verfügung gestellt. "Das reicht bei weitem nicht. Wir müssen uns insgesamt viel stärker engagieren." General van Loon war bis zum Frühjahr mehr...

  • CBM: Behinderte Menschen sind die größte Minderheit weltweit Berlin/Bensheim (ots) - Bei der Einforderung von Menschenrechten und bei der Bekämpfung der weltweiten Armut müssen die Belange von Menschen mit Behinderungen einbezogen werden. In dieser Forderung waren sich alle Experten bei einem Parlamentarischen Abend einig, zu dem die CBM (Christoffel Blindenmission) am 10. Oktober in die Hessische Landesvertretung in Berlin eingeladen hatte. "Behinderte Menschen stellen mit rund zehn Prozent Anteil an der Weltbevölkerung die größte Minderheit weltweit", erklärte Rika Esser, Lobbybeauftragte mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht