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Der Tagesspiegel: NGG-Chef Franz-Josef Möllenberg: "Beschäftigte in Fleischindustrie haben Angst" / Gewerkschafter fordert Mindestlohn von 7,50 Euro "Probleme betreffen ganz Deutschland"

Geschrieben am 31-08-2007

Berlin (ots) - Berlin. Der jüngste Gammelfleisch-Skandal beruht
auf strukturellen Problemen in der Fleischindustrie. Das sagte
Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dem "Tagesspiegel"
(Samstagausgabe). "Die Beschäftigten in dieser Branche stehen unter
einem enormen Kostendruck. Da hat jeder Angst, seinen Arbeitsplatz zu
verlieren, wenn er bei solchen Praktiken nicht mitmacht", sagte
Möllenberg. Die Branche entziehe sich ihrer sozialen Verantwortung,
in vielen Firmen gebe es weder Betriebsräte noch Tarifverträge.
Beschäftigt seien neuerdings überwiegend Rumänen, die zum Teil für
drei Euro pro Stunde arbeiten. Viele polnische Arbeitskräfte seien
mittlerweile nach Frankreich oder England abgewandert, weil sie dort
nach Mindestlöhnen bezahlt würden. Um Gammelfleisch-Skandale künftig
zu verhindern, müsse laut NGG-Chef Möllenberg ein Mindestlohn von
7,50 Euro für alle Beschäftigten eingeführt werden. Daneben fordert
die Gewerkschaft einen besseren Rechtsschutz für Informanten aus
Fleischbetrieben, wenn sie den Aufsichtsbehörden von Missständen
berichten. Die Probleme in der Fleischindustrie betreffen nach
Ansicht der Gewerkschaft zudem das gesamte Bundesgebiet. "Es ist ein
Zufall, dass der jüngste Skandal in Bayern aufgedeckt wurde", sagte
Möllenberg. "Solche Dinge können in ganz Deutschland passieren."

Inhaltliche Rückfragen richten sie bitte an:
Der Tagesspiegel, Ressort Politik, Telefon 030/26009-389

Originaltext: Der Tagesspiegel
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/2790
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_2790.rss2

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de
 


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