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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Gonzales

Geschrieben am 27-08-2007

Ulm (ots) - Besser spät als nie. So lassen sich die Reaktionen auf
den Rücktritt des US-Justizministers Alberto Gonzales zusammenfassen
- und zwar keineswegs nur seitens der demokratischen Opposition.
Dabei war Gonzalez nach seinem Amtsantritt aus Sicht des Weißen
Hauses der ideale Kandidat, der kritiklos die vom Präsidenten
propagierten Bürgerrechtsverletzungen unterstützt. Dazu zählten das
umstrittene Abhören von Telefonaten unschuldiger Zivilisten, die
verfassungswidrigen Verhörmethoden, die bei Terrorverdächtigen
angewandt werden und die Untergrabung des amerikanischen
Rechtsstaats, indem Guántanamo-Insassen der Zugang zu Rechtsanwälten
und Zivilgerichten blockiert wurde.
Da alles im Dienste der Terrorbekämpfung stand und der Zweck die
Mittel heiligte, segnete er die Verstöße ab. Doch spätestens als
bekannt wurde, dass Gonzales acht angesehene Bundesanwälte feuern
ließ, weil sie das falsche Parteibuch hatten, waren seine Tage
gezählt. Demokraten kritisierten ihn als rückgratlose Marionette des
Weißen Hauses, und der Minister wurde für Bush zunehmend zur
politischen Hypothek.
Nach dem Rücktritt zweier seiner loyalsten Verbündeten, nämlich
zunächst Karl Rove und nun Gonzales, darf man gespannt sein, wer
diese Woche sonst noch den Hut nimmt. Denn das Weiße Haus hat
dekretiert, dass, wer am kommenden Feiertagswochenende noch an Bord
ist, bis zum Ende der zweiten Amtszeit bleiben muss.

Originaltext: Südwest Presse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110
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Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218


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