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Lausitzer Rundschau: Zahl der rechtsextremen Übergriffe nimmt zu: Alarmruf

Geschrieben am 17-10-2006

Cottbus (ots) - Beinahe jeden Tag wird im statistischen
Durchschnitt irgendwo in Deutschland ein Mensch aus
fremdenfeindlichen Motiven angegriffen und verletzt. Die Taten
geschehen zwar häufiger im Osten, aber beileibe nicht nur dort. Die
neuesten Zahlen über die Entwicklung rechtsextremer Straftaten sind
ein Alarmruf gegen eine schleichende Gewöhnung. Was sich da in den
Daten als eine Zunahme um 50 Prozent in den vergangenen zwei Jahren
niederschlägt, bedeutet in der Realität eine Form von
Alltagsfaschismus, die immer mehr um sich greift. Ob das Nazi-Symbole
sind, fremdenfeindliche Sprüche oder die direkte körperliche
Bedrohung. In manchen Regionen ist diese Krake durchaus schon für
jeden spür- und erlebbar, auf Schulhöfen, Volksfesten und in
Jugendclubs. Charlotte Knobloch übertreibt zwar, wenn sie sich an die
Zeit nach 1933 erinnert fühlt, aber die Warnung der Präsidentin des
Zentralrats der Juden in Deutschland vor einer Bagatellisierung ist
ganz und gar nicht überzogen. Noch gibt es fast überall zivilen und
staatlichen Widerstand gegen diese radikale Minderheit, noch gibt es
den Konsens der Demokraten. Aber allzu häufig steht der nur auf dem
Papier, allzu häufig regieren Nachlässigkeit, Wegsehen, Desinteresse.
Dummheit gedeiht immer irgendwo, deswegen werden die Radikalen nie
komplett verschwinden. Man kann sie nur eindämmen, durch konsequente
Jugendarbeit, konsequentes polizeiliches und staatsanwaltschaftliches
Vorgehen und durch konsequente Politik auf allen Ebenen.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=47069
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_47069.rss2

Rückfragen bitte an:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
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