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Stellungnahme der KBV zum Referentenentwurf / Große Koalition konterkariert ihre eigenen Ziele

Geschrieben am 17-10-2006

Berlin (ots) - In Tag- und Nachtarbeit hat die Kassenärztliche
Bundesvereinigung (KBV) bis zum heutigen Dienstag eine umfangreiche
Stellungnahme zum Referentenentwurf einer Gesundheitsreform
erarbeitet.

"Statt der politisch zugesagten Abschaffung der Budgets und der
Einführung fester Preise für ärztliche Leistungen, entnehmen wir dem
Referentenentwurf hinsichtlich der vertragsärztlichen Vergütung sogar
eine künftig dreifache Budgetierung. Die Folge ist ein erzwungener
Preisverfall für ärztliche Leistungen ab dem Jahr 2009. Die von der
Politik zugesagten festen Preise und die Steuerungswirkung der
Gebührenordnung werden willkürlich konterkariert. Das ganze
Vergütungssystem wird nicht vereinfacht, sondern im Gegenteil noch
unübersichtlicher", kritisierte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr.
Andreas Köhler.

Die politisch immer wieder betonte Wettbewerbsorientierung in der
gesetzlichen Krankenversicherung werde vollständig aufgegeben, so
Köhler weiter. "Würde der Entwurf so umgesetzt, hätten wie es künftig
mit einem Zwei-Sektoren-System zu tun: einem weitgehend staatlichen
Teil mit einem Einheitsvertrag und einem wettbewerblichen mit
Sonderverträgen, zu dem aber nur von der Politik ausgewählte Akteure
Zutritt hätten. Das heutige pluralistische Gesundheitswesen gehörte
dann der Vergangenheit an. Damit konterkariert die große Koalition
ihre eigenen Reformziele", so der KBV-Chef.

Ihre vollständige Stellungnahme zu dem Referentenentwurf hat die
KBV unter www.kbv.de/gesundheitspolitik/9291.html ins Internet
gestellt.

Originaltext: kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=34021
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_34021.rss2

Kontakt:
Dr. Roland Stahl, Tel.: 030 / 4005 - 2202
Tanja Riepelmeier, Tel.: 030 / 4005 - 2240


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