(Registrieren)

WAZ: Studiengebühren in NRW Chance verspielt Kommentar von Christopher Onkelbach

Geschrieben am 16-10-2006

Essen (ots) - Studiengebühren sind sozial gerecht. Sie bringen den
Hochschulen viel Geld in die Kassen, und sie schrecken keineswegs vom
Studium ab. Das wurde den Menschen vor der Einführung von
Studiengebühren immer wieder erzählt. Eine dieser drei "Wahrheiten"
ist schon widerlegt, mal sehen, wann die anderen von der Realität
eingeholt werden.
Seit zwei Jahren sinken bundesweit die Anfängerzahlen. Einige
Bundesländer bauen aus Spargründen aktiv Studienplätze ab, zugleich
verlassen immer mehr junge Leute die Schulen. Die überlasteten
Hochschulen schotten sich mit Zulassungsbeschränkungen ab. So wird
jetzt leichtfertig eine riesige Chance verspielt. Die wichtigste
bildungspolitische Aufgabe müsste eigentlich darin bestehen, die Zahl
der Studierenden zu heben, nicht sie zu senken und Studenten
abzuweisen. Was wegen eines sozial selektiven Schulsystems an
Bildungschancen bereits verspielt wurde, setzt sich mit der
Einführung der Studiengebühren fort.
Den Studenten bleibt jetzt nur, äußerst wachsam darauf zu achten,
was die Hochschulen mit ihrem Geld anfangen.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55903
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

Rückfragen bitte an:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: (0201) 804-0
zentralredaktion@waz.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

34748

weitere Artikel:
  • LVZ: Leipziger Volkszeitung zur Unterschichten-Debatte Leipzig (ots) - Echtes Ärgernis Von Olaf Majer Sie fühlen sich als Verlierer, sind kaum flexibel, haben zumeist eine schlechte Bildung und tun wenig bis nichts, um ihre triste Lage zu ändern. Es ist ein hartes Urteil, zu dem die Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung kommt. Noch härter ist der Begriff für diese gesellschaftliche Gruppe: Unterschicht - das ordinäre Soziologendeutsch wird auch nicht besser, je mehr das Wort in aller Munde ist. Erschreckend ist zudem die Tatsache, dass gerade im Osten fast jeder einen Betroffenen kennt. mehr...

  • Lausitzer Rundschau: Zur Debatte um die neue Armut Die Mitmach-Gesellschaft Cottbus (ots) - Wohlstand für alle! Der Spruch stammt nicht aus der Anarcho-Szene, sondern von Ludwig Erhard. Der damalige Bundeswirtschaftsminister hat so sein 1957 veröffentlichtes Buch überschrieben - und damit das Versprechen formuliert, dass die soziale Marktwirtschaft westdeutscher Prägung allen ihren Bürgern geben wollte: Du kannst es zu etwas bringen, wenn Du Dich nur genügend anstrengst. Natürlich konnte auch die alte Bundesrepublik diesen Anspruch nicht immer einlösen. Aber sie hat ihn doch in weiten Teilen eingelöst und auch mehr...

  • Lausitzer Rundschau: Familien-Gipfel in Berlin: Mühsame Fortschritte Cottbus (ots) - Es gab Zeiten, da galt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als "weiches Thema" in der Politik. Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach anfangs gar verächtlich von "Gedöns". Das hat sich gründlich geändert. Politiker aller Couleur überbieten sich beinah täglich in ihren Bekenntnissen für ein familienfreundliches Land. Auch führende Wirtschaftsvertreter geloben, dass Kinder und Karriere keine Gegensätze sein müssen. So wurden zahlreiche Initiativen gegründet, Bündnisse geschmiedet und Projekte ins Leben gerufen. mehr...

  • WAZ: Debatte um die "Unterschicht" Ein Leben am Rande der Gesellschaft - Kommentar von Angela Gareis Essen (ots) - Vor einer Woche warnte SPD-Chef Kurt Beck vor einem Unterschichten-Problem in Deutschland, und wenige Tage danach holte man Kevin aus dem Kühlschrank. Weil in diesem traurigen Fall die Wirklichkeit die Analyse sofort bestätigt hat, diskutiert die Politik jetzt parteiübergreifend über Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Es zählt zu den unschönen Reflexen, dass zunächst ein Streit über die Frage inszeniert wird: Darf man Unterschicht sagen? Es gibt in Deutschland immer mehr Menschen, die äußerlich und innerlich mehr...

  • Mitteldeutsche Zeitung: zu Rente Halle (ots) - Viele Rentner sind arm dran. Alles wird teurer. Aber ihre Altersbezüge sind seit 2003 nicht mehr angepasst worden. Auch wenn den Rentnern nächstes Jahr eine Mini-Erhöhung ins Haus steht: Das kleine "Zubrot" macht den Kaufkraftverlust der letzten Jahre bei Weitem nicht wett. Auf der anderen Seite sind auch viele unter den Erwerbstätigen arm dran. Der Beitrag zur Rentenversicherung, der Arbeitnehmern und Arbeitgebern "abgezwackt" wird, steigt seit Jahren. Zugleich bekommen die Jüngeren ständig zu hören, sie sollten für ihre mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht