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WAZ: Krisengewinnerin Deutsche Bank - - Kommentar von Thomas Wels

Geschrieben am 04-02-2010

Essen (ots) - Zunächst einmal ist es gewiss ein Grund zur Freude,
wenn eine Bank ordentlich durch die Krise kommt und wieder gut
verdient - selbst, wenn es sich dabei um das liebste Feindbild vieler
Deutscher handelt. Besser, die Deutsche Bank macht Gewinn als
Verlust. Zumal Josef Ackermann das Institut solide und ohne
Staatshilfe durch schwere See steuert. Das Wohlergehen der mit
Abstand größten deutschen Bank ist wichtig für das Wohlergehen von
weiten Teilen der deutschen Wirtschaft.
Kritikwürdig allerdings ist zweierlei: Wenn es richtig ist, dass etwa
die Hälfte des schönen Gewinns von fünf Milliarden Euro dem Geschäft
mit der Finanzierung staatlicher Konjunkturprogramme für die
Krisenbewältigung zu verdanken ist, dann ist die Dividendenerhöhung
zumindest fragwürdig. Und man wüsste schon gerne, ob die Bank an
einzelne Investmentstars hohe zweistellige Millionenzahlungen an Boni
ausgekehrt hat. Die statistische Durchschnittszahl von 147.000 Euro
Jahresverdienst je Mitarbeiter für das abgelaufene Jahr lässt das
vermuten. Immerhin hat Ackermann für die Zukunft das Bezahlsystem zu
Lasten der Boni geändert. Und das ist gut so.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
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Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de


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