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WAZ: Die Daten-CD und ihre Folgen - Ende der Steueroasen - Leitartikel von Detlef Fechtner

Geschrieben am 04-02-2010

Essen (ots) - Der Kauf der CD mit gestohlenen Kontodaten aus der
Schweiz rückt immer näher. Und es ist ein Witz, dass die Österreicher
angeblich Interesse daran zeigen, die pikante Datensammlung ebenfalls
auszuwerten. Schließlich sind sie gemeinsam mit den Luxemburgern
maßgeblich dafür verantwortlich, dass Deutschland an viele
Steuerbetrüger nur durch geklaute Daten herankommt.
Seit Jahren drängen die großen EU-Staaten auf Abkommen, die beim
Verdacht auf Steuerhinterziehung Behörden in Steueroasen
verpflichten, Auskunft über Konten zu geben. Doch noch immer bremsen
Österreicher und Luxemburger, weil dann auch ihre Banken jede
Geheimniskrämerei aufgeben müssten - und nicht länger Geld auf Kosten
des deutschen Fiskus kassieren würden.
Erfreulicherweise ist es den USA im Vorjahr gelungen, das unselige
Bankgeheimnis ins Wanken zu bringen. Die EU hat seinerzeit erkannt,
dass auch sie Mittel hat, um die Steueroasen zur Aufgabe zu zwingen.
Deren Ende ist eingeläutet. Um die Schlupfwinkel dicht zu machen,
müssen die EU-Länder nun den politischen Druck tatsächlich hoch
halten. Gut möglich, dass es dann schon bald nicht mehr nötig sein
wird, Millionen für gestohlene Daten auf den Tisch zu legen.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de


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