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Neue OZ: Kommentar zu Agrar / Milchbauern

Geschrieben am 01-02-2010

Osnabrück (ots) - Ein Schundpreis

So schnell kann Hoffnung sterben: Noch im Oktober 2009 durften die
Bauern kurz aufatmen, als der Butterpreis für 250 Gramm von 65 auf 85
Cent angehoben wurde. Nun also der erneute Fall auf 79 Cent. Selbst
eifrigste Befürworter eines liberalen Marktes müssen einsehen: Was
den Verbraucher in Verzückung bringt, ist schlicht ein Schundpreis.
Die Landwirte können davon nicht leben, geschweige denn eine Familie
ernähren.

Wie faire Preise in der Lebensmittelkette erreicht werden können,
bleibt die Gretchenfrage in der Landwirtschaft. Die Verantwortung für
Billigware allein beim Handel zu suchen führt nicht weiter. Denn es
liegt auf der Hand, dass Discounter und Supermärkte über Preisanreize
Kunden an die Regale locken und so letztlich den eigenen Gewinn
sichern wollen.

Allerdings nehmen Discounter - je nach Produkt - einen Anteil von
bis zu 70 Prozent am Milchmarkt ein. Von einer solchen
Verhandlungsmacht können die fast 100 Molkereien in Deutschland nur
träumen. Die Chance für manche Bauern auf ein besseres Einkommen
liegt auch in einer Regionalisierung ihres Angebots - Milch und
Butter vom Bauern nebenan bürgen für Qualität und dürfen ihren Preis
haben. Das funktioniert aber nur, wenn Geiz nicht mehr geil ist. Denn
bislang zahlt ein Haushalt in Deutschland nur elf Prozent des
Einkommens für Lebensmittel.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964
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Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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