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Nachhaltige Beschaffung führt zu Wettbewerbsvorteilen

Geschrieben am 11-01-2010

Düsseldorf / St. Gallen (ots) - Für 41 Prozent der Einkaufs- und
Beschaffungsverantwortlichen des produzierenden Gewerbes spielen
ökologische, für ein Viertel soziale Standards im Einkauf auch heute
noch keine Rolle. Und das, obwohl 34 Prozent der 202 in einer
aktuellen Studie des Kerkhoff Competence Center of Supply Chain
Management (KCC) an der Universität St. Gallen und des Instituts für
Demoskopie Allensbach befragten Unternehmen erklärt haben, dass die
Einhaltung ökologischer und sozialer Standards zu
Wettbewerbsvorteilen geführt habe.

"Dieses Ergebnis lässt staunen", sagt Dr. Erik Hofmann,
Vizedirektor des Lehrstuhls für Logistikmanagement an der Universität
St. Gallen und Projektleiter am KCC. "Die befragten Unternehmen
teilen sich in zwei Gruppen: Während knapp die Hälfte
Nachhaltigkeitsfragen kaum Bedeutung beimisst, hat ein Drittel
bereits Maßnahmen in diesem Bereich ergriffen und kann nach eigener
Aussage klare Wettbewerbsvorteile für sich verbuchen. Diese
Wettbewerbsvorteile werden sie aller Voraussicht nach weiter ausbauen
können, wenn die andere Hälfte der Unternehmen weiter untätig
bleibt."

Eine Veränderung ist jedoch abzusehen. So erwarten 69 Prozent der
Studienteilnehmer, dass Nachhaltigkeit in der Beschaffung in Zukunft
noch wichtiger werden wird. Als wichtigste Zukunftstrends beschreiben
die Befragten die Schonung natürlicher Ressourcen (25 Prozent), die
Nutzung alternativer Energiequellen (16 Prozent) sowie eine
schadstoffarme Produktion (12 Prozent). Sieben Prozent machen sich
auch bereits Gedanken, wie sie ihre Logistik umweltgerechter
gestalten können.

Eine besonders hohe Bedeutung hat die nachhaltige Beschaffung
heute bereits in sehr großen Unternehmen und bei Produzenten, die für
Endverbraucher tätig sind. So sind für 79 Prozent der Entscheider aus
der Nahrungs-, Textil- und Möbelindustrie ökologische Standards sehr
wichtig, in der Metallindustrie und im Maschinenbau sind es nur 50
Prozent.

"Konsumenten fragen immer stärker nachhaltige Produkte nach", sagt
Jens Hornstein, Partner und Leiter des Kompetenzteams Nachhaltige
Beschaffung von Kerkhoff Consulting. "Darum ist es nicht
verwunderlich, dass diese Branchen der Nachhaltigkeit eine höhere
Bedeutung beimessen. Aber auch in den anderen Branchen wird der Druck
für soziale und ökologische Standards künftig steigen, selbst wenn
sie nicht an Endverbraucher liefern. Denn sie sind teil einer anderen
Wertschöpfungs- und Lieferkette, die irgendwann beim Endverbraucher
ankommt und zukünftig in ihrer Gänze auf Nachhaltigkeitsfaktoren
untersucht wird."

Diese These wird von der Studie gestützt: 45 Prozent der Befragten
haben angegeben, dass für ihre Kunden, sowohl Endverbraucher als auch
andere Unternehmen oder Behörden, Öko-Labels bereits heute wichtig
oder sogar sehr wichtig sind. "Um diese Labels zu erhalten, muss die
gesamte Lieferkette geprüft werden - bis hin zum Abbau der Rohstoffe
in Märkten der Dritten Welt oder der Schwellenländer", sagt
Hornstein. "Da gesetzliche Bestimmungen, vor allem initiiert durch
die Europäische Kommission, noch verschärft werden, können sich
Unternehmen ihrer Verantwortung nicht mehr entziehen." Heute haben
noch 42 Prozent der befragten Unternehmen keinen einzigen Mitarbeiter
ständig in den Regionen vor Ort, aus denen sie ihre Rohstoffe
beziehen. Nur 15 Prozent der Unternehmen tragen Sorge, dass in allen
Regionen ein ständiger Ansprechpartner vorhanden ist.

"Nachhaltigkeit ist heute kein Thema mehr ausschließlich für
Sozialromantiker oder Grüne, die es in die Chefetagen geschafft
haben", sagt Dr. Erik Hofmann von der Universität St. Gallen. 76
Prozent der befragten Unternehmen haben angegeben zu Handeln, weil
neue gesetzliche Regelungen sie dazu zwingen. Veränderte
Kundenwünsche waren für 69 Prozent der Anlass das Thema Ökologie und
Soziale Standards in der Beschaffung zu berücksichtigen. Nur knapp
ein Viertel handelt nach eigener Aussage aufgrund eines eigenen
Wertesystems und der Firmenphilosophie "grün". "Aber was auch immer
die Motivation für Handeln sein mag", sagt Hofmann, "entscheidend
ist, dass die Notwendigkeit zum Handeln da ist. Wenn dies auch noch
zu Wettbewerbsvorteilen führt, ist damit auch ein ausreichender
Anreiz geschaffen, um sich möglichst frühzeitig mit dem Thema
Nachhaltigkeit auseinander zu setzen und dem Markt voraus zu sein."

Auszüge aus der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des
Mittelstandsmagazins Impulse exklusiv veröffentlicht. Weitere
Informationen erhalten Interessenten bei Herrn Christian Pfeiffer,
Head of Corporate Reputation, Kerkhoff Consulting GmbH, +49 211 621
80 61 -0 oder c.pfeiffer@kerkhoff-consulting.com.

Über Kerkhoff Consulting

Kerkhoff Consulting ist eine der führenden Beratungsgesellschaften
für Einkauf und Beschaffung. 2009 ist Kerkhoff Consulting mit dem
Titel "Hidden Champion des Beratungsmarktes" ausgezeichnet worden
(Prof. Dr. Dietmar Fink). In den Disziplinen Einkauf und Beschaffung
ist Kerkhoff Consulting bei deutschen Geschäftsführern und Vorständen
der präferierte Ansprechpartner.

Die Unternehmensberatung mit 215 Mitarbeitern hat ihren Hauptsitz
in Düsseldorf und ist weltweit in acht Ländern vertreten. Kerkhoff
Consulting berät vor allem Kunden aus dem Mittelstand, aber auch aus
Konzernen und in der Öffentlichen Hand. Die Projekte von Kerkhoff
Consulting zeichnen sich durch ihre hohe Umsetzungsorientierung aus:
Die Arbeit der Berater endet nicht bei der Präsentation eines
Konzeptes, sondern erst dann, wenn dieses vollständig beim Kunden
implementiert worden ist.

www.kerkhoff-consulting.com

Originaltext: Kerkhoff Competence Center of Supply Chain Management (KCC)
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/77158
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_77158.rss2

Pressekontakt:
Kerkhoff Consulting GmbH
Christian Pfeiffer
Head of Corporate Reputation

Tel.: +49 (0)211 / 62 180 61 -0
c.pfeiffer@kerkhoff-consulting.com


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