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Stabil durch die Krise: Spieleinsätze im Deutschen Lotto- und Totoblock im Plus

Geschrieben am 07-01-2010

Stuttgart (ots) - Die Spieleinsätze im Deutschen Lotto- und
Totoblock (DLTB) sind im Jahr 2009 gestiegen. Die bundesweiten
Einsätze der Lotterien und Sportwetten lagen im abgelaufenen Jahr bei
rund 6,72 Milliarden Euro und damit rund 2,9 Prozent über dem
Vorjahreswert. Vor allem die beiden großen Lotto-Jackpots im Januar
und September 2009 mit jeweils über 30 Millionen Euro Höhe sorgten
für gesteigertes Spielinteresse in den rund 24.000
Lotto-Annahmestellen. Dr. Friedhelm Repnik, Federführer des Deutschen
Lotto- und Totoblocks und Geschäftsführer der Staatlichen Toto-Lotto
GmbH Baden-Württemberg, zeigte sich erfreut über das erzielte
Ergebnis. "Ein Plus bei den Spieleinsätzen war unter den gegebenen
Bedingungen so schwierig wie selten zuvor."

Denn die wirtschaftliche Krise dämpfte die Ausgabebereitschaft für
Glücksspiele deutlich. So wuchs die Zahl der Spielaufträge auffallend
stärker als die Spieleinsätze. "Die Menschen gönnen sich zwar
weiterhin ihren Freizeitspaß Lotto, doch in dieser schwierigen Zeit
setzen sie weniger dafür ein", kommentierte Dr. Repnik. "Ein oder
zwei Lotto-Kästchen weniger pro Spielschein ergeben in Summe und aufs
Jahr hochgerechnet Millionenbeträge."

Für das Lotto 6 aus 49 setzten die Bundesbürger rund 4,49
Milliarden Euro ein. Damit steht das beliebteste Glücksspiel der
Deutschen für knapp 70 Prozent der Gesamteinsätze im Lottoblock. In
den Zusatzlotterien Spiel 77 und Super 6 lagen die Einsätze bei rund
1,52 Milliarden Euro, was rund 23 Prozent der Gesamteinsätze
entspricht. Deutliche Zuwächse verzeichnete die Rentenlotterie
Glücksspirale, deren Spieleinsatz im Jahresvergleich um knapp 24
Prozent auf rund 248 Millionen Euro anstieg.

Auch im Fußballtoto (13er-Wette, Auswahlwette 6 aus 45) lagen die
Einsätze höher als im Vorjahr. Sie betrugen rund 52,3 Millionen Euro.
Hingegen sanken die Spieleinsätze der Sportwette ODDSET und der
täglichen Zahlenlotterie Keno. Für ODDSET lagen die bundesweiten
Einsätze bei rund 184,5 Millionen Euro (- 11,2 Prozent zum Vorjahr),
für die Zahlenlotterie Keno bei rund 157,8 Millionen Euro. Der Grund
für die rückläufigen Spieleinsätze bei ODDSET liegt vor allem darin,
dass illegale Anbieter der kommerziellen Glücksspielindustrie nach
wie vor in Deutschland tätig sind. Sie agieren von Steueroasen aus
und können daher höhere Ausschüttungsquoten anbieten. Beiträge zur
Förderung von Breitensport und Gemeinwohl, wie sie ODDSET leistet,
gibt es dort nicht.

Dem Gemeinwohl, d.h. dem Sport, sozialen und karitativen Zwecken,
der Kunst und Kultur sowie dem Umwelt- und Denkmalschutz, kamen 2009
bundesweit rund 2,6 Milliarden Euro in Form von Zweckerträgen und
Lotteriesteuer zugute. An die Spielteilnehmer ausgeschüttet wurden
insgesamt rund 3,2 Milliarden Euro.

Rechtliche und politische Auseinandersetzungen gehen weiter

Auch im Jahr 2009 setzten sich die rechtlichen und politischen
Auseinandersetzungen um die Gestaltung des deutschen
Glücksspielmarktes fort. Eine Vielzahl von Gerichtsurteilen
unterschiedlicher Ebenen prägte das abgelaufene Jahr. Im Dezember
bestätigte mit dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg
erstmals ein deutsches Oberverwaltungsgericht den
Glücksspielstaatsvertrag in einem Hauptsacheverfahren. Das
Bundesverfassungsgericht hatte den Staatsvertrag bereits im Oktober
2008 sowie im März 2009 in allen wesentlichen Punkten für
verfassungsgemäß erklärt.

Trotz dieser eindeutigen Rechtslage gibt es weiterhin eine
Vielzahl von illegalen Glücksspielanbietern auf dem deutschen Markt.
"Diese kommerziellen Anbieter ignorieren die Rechtslage und sorgen
durch ihr illegales Tun nicht zuletzt dafür, dass dem Gemeinwohl
wertvolle Erträge verloren gehen", betonte Dr. Repnik. "Das, was im
Gesetz steht und das, was tagtäglich in den illegalen Wettbuden und
im Internet passiert, passt einfach nicht zusammen. Wir sind
überzeugt, dass die Aufsichtsbehörden in der kommenden Zeit dieses
offensichtliche Vollzugsdefizit beheben werden."

Auf europäischer Ebene sprach sich das EU-Parlament bereits im
März deutlich dafür aus, das Regelungsrecht für Glücksspiel weiterhin
bei den Mitgliedsstaaten zu belassen. Auch der Europäische
Gerichtshof (EuGH) stärkte in einem viel beachteten Urteil im
September die deutsche Glücksspielregelung. Die Richter entschieden,
dass die Dienstleistungsfreiheit bei Glücksspielen eingeschränkt und
Glücksspiel im Internet verboten werden darf. Dort bestünden anders
geartete und größere Gefahren des Betrugs und anderer Straftaten. Für
2010 werden weitere Entscheidungen des EuGH zur deutschen
Glücksspielregelung erwartet.

383 Lotto-Sechser und 111 neue Millionäre

2009 erfüllte sich für die Lottospieler der Traum von den sechs
Richtigen insgesamt 383 Mal. 37 der 383 Lotto-Sechser wurden in
Verbindung mit der passenden Superzahl erzielt. Insgesamt gab es im
Lotto 6 aus 49 bundesweit 70 Millionengewinne. Die Masse der Gewinne
wurde allerdings in der niedrigsten Gewinnklasse (Drei Richtige)
erzielt: Hier gab es über das Jahr verteilt über 99 Millionen
Einzelgewinne mit Quoten zwischen 7,30 Euro und 12,90 Euro.

Über alle Spielarten verteilt gelangten im vergangenen Jahr
bundesweit 111 Spielteilnehmer in den Club der Millionäre. Das waren
acht Millionengewinne mehr als 2008. Über den höchsten Einzelgewinn
von 31,73 Millionen Euro durfte sich ein Lottospieler aus Bayern
freuen. Der Glückspilz hatte im September die sechs Richtigen in
Verbindung mit der passenden Superzahl auf seinem Spielschein
angekreuzt und so den zweitgrößten Lotto-Jackpot des Jahres im
Alleingang geknackt. Den mit rund 35 Millionen Euro größten
Lotto-Jackpot des Jahres teilten sich im Januar zwei Lottospieler aus
Bayern und Niedersachsen.

20 Spielteilnehmer verzeichneten in der Zusatzlotterie Spiel 77
einen Millionengewinn. Der höchste Einzelgewinn lag hier bei 4,37
Millionen Euro, erzielt von einem Spielteilnehmer aus
Nordrhein-Westfalen an Weihnachten. Elf Spielteilnehmer können sich
über den Hauptgewinn der Glücksspirale freuen. Sie erhalten
lebenslang eine monatliche Sofortrente von mindestens 7500 Euro. Acht
Glückspilze gewannen je 1 Million Euro in Sonderauslosungen. In der
Toto-Auswahlwette 6 aus 45 wurde im März ein Spielteilnehmer aus
Mannheim zum Millionär. Bei der Lotterie Bingo, die nur in einigen
Bundesländern angeboten wird, war es ein Glückspilz mit einem
siebenstelligen Gewinn. In der täglichen Zahlenlotterie Keno lag der
Spitzengewinn bei 500.000 Euro. Insgesamt 485 Spielteilnehmer
gewannen in der Zusatzlotterie Super 6 den Hauptgewinn von jeweils
100.000 Euro.

Federführung geht nach Bayern

Mit Beginn des Jahres 2010 wechselt die Federführung im Deutschen
Lotto- und Totoblock. Die Staatliche Lotterieverwaltung Bayern
übernimmt für die kommenden drei Jahre den Vorsitz der 16 deutschen
Lottogesellschaften und löst damit die Staatliche Toto-Lotto GmbH
Baden-Württemberg ab. Auf den bisherigen Federführer Dr. Friedhelm
Repnik folgt Erwin Horak, Präsident der Staatlichen
Lotterieverwaltung Bayern.

Originaltext: DLTB - Deutscher Lotto- und Totoblock
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/63298
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_63298.rss2

Pressekontakt:
Klaus Sattler
Telefon 0711 81000 - 110 oder - 113
Fax 0711 81000 - 115
presse@lotto-bw.de
www.lotto.de


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