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Lausitzer Rundschau: Karlsruhe und der Ladenschluss / Sehr salomonisch

Geschrieben am 01-12-2009

Cottbus (ots) - Beim Thema Ladenschluss muss man durchaus auch mal
diesen Blickwinkel einnehmen: Eine Gesellschaft, die stets darüber
klagt, dass sie rast- und ruhelos ist und dass ihr der Zusammenhalt
abhanden kommt, sollte sich zumindest eine kleine Oase erhalten, die
dem Profitdenken und der Jagd nach dem schnellen Euro ein bisschen
trotzt. Das ist naiv? Gewiss. Aber dennoch: Man muss nicht religiös
sein, auch nicht übermäßig idealistisch, um das Karlsruher Urteil zu
den Adventssonntagen gut zu finden. Es reicht der gesunde
Menschenverstand, der einem sagt, dass das Verfassungsgericht zur
richtigen Zeit zu einem bescheidenen Innehalten aufgefordert hat.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Sicher, Berlin ist ohnehin ein Sonderfall, nirgendwo sonst wuselt
das Leben so sehr wie in der Hauptstadt. Dem wird die Stadt bereits
mit dem liberalsten Ladenschlussgesetz überhaupt gerecht, das in
Wahrheit längst Shopping rund um die Uhr ermöglicht. Die Hauptstadt
wird also nach dem Urteil nicht veröden, auch wird der Einzelhandel
dort nicht zugrunde gehen. Genauso wenig, wie das in den Städten der
Fall gewesen ist, deren Bundesländer deutlich weniger
Sonntagsöffnungen und schon gar nicht im Advent erlauben. Dass der
Einzelhandel über Umsatzeinbußen stöhnt und immer mehr Läden
schließen, hat in der Wirtschaftskrise wahrlich andere Gründe.
Karlsruhe hat nun mehr Rechtssicherheit geschaffen und ein Richtmaß
für künftige Regelungen beim Thema Ladenschluss vorgegeben. Das
Gericht hat dabei den Interessenausgleich zwischen Einzelhandel,
Kaufverhalten und dem Schutz der Sonntagsruhe auch nicht aus den
Augen verloren. Und das war sehr salomonisch.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069
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Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de


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