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Neue OZ: Kommentar zu Gesundheit / Ärzte

Geschrieben am 16-09-2009

Osnabrück (ots) - Schmidts auffälliger Termin

Ulla Schmidt verhält sich allzu durchsichtig, wenn sie die rund 70
Millionen Kassenpatienten bei den Wartezeiten in den Arztpraxen
besserstellen will. So wenige Tage vor der Bundestagswahl riecht
dieser Vorstoß einer vertraglichen Verpflichtung der Mediziner
förmlich nach Wahlkampf. Jahrelang hatte die Gesundheitsministerin
Zeit, sich um dieses Thema zu kümmern, aber bisher ist außer
Ermahnungen von ihrer Seite nichts passiert.

Allerdings haben gesetzlich Versicherte tatsächlich Grund zum
Ärger, wenn Privatpatienten im Vergleich zu ihnen bei der
Terminvergabe deutlich bevorzugt behandelt werden, wie mehrere
Studien belegen. Doch es stimmt auch, dass eine krasse
Ungleichbehandlung längst nicht in jeder Facharztpraxis geschieht.
Nicht überall wird der Patient am Telefon gefragt, ob er gesetzlich
oder privat versichert ist.

Schließlich haben es die Mediziner selbst in der Hand, ob sie den
Unmut der Versicherten hervorrufen oder nicht. Fakt ist aber auch,
dass sich viele Arztpraxen nur wegen der besseren Vergütung bei der
Behandlung von Privatpatienten halten können. Um Neid zu mindern, ist
nicht der Gesetzgeber gefragt. Zur Zufriedenheit der Patienten kann
auch die ärztliche Selbstverwaltung einen wirksamen Beitrag leisten.
Ebenso sind die gesetzlichen Krankenkassen gefordert, die Belange
ihrer Mitglieder zu vertreten.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964
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Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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