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Rheinische Post: Der Baron aus Bayern hat recht

Geschrieben am 26-05-2009

Düsseldorf (ots) - von Sven Gösmann

Kaum war "Problembär" Michel Glos erlegt, wurde sein Nachfolger im
Amt des Bundeswirtschaftsministers, Freiherr Karl Theodor zu
Guttenberg, von der eigenen Partei gefeiert und von der Konkurrenz
ernst genommen. Finanzminister Steinbrück und Kanzlerkandidat
Steinmeier von der SPD arbeiten sich verbissen an ihm ab. Da ist
neben Ärger über die Werbewirkung des Senkrechtstarters auch Neid im
Spiel. Über all dem Lärm, der im Berliner Zirkus um Guttenbergs gute
Manieren, seine gegelten Haare und seine schöne Gattin gemacht wurde,
ging beinahe verloren, dass der Minister auch seinen Job konsequenter
als der Vorgänger ausfüllt.
Prompt erhebt sich Geschrei bei der Linken und Murren in den
Unionsreihen, weil Guttenberg an ordnungspolitische Leitplanken
erinnert, die auch zur allseits gerühmten sozialen Marktwirtschaft
gehören. Etwa die, dass ein schlecht gemanagtes Unternehmen mit wenig
nachgefragten Produkten im Markt scheitern können muss. Nicht jede
Firma braucht mit Milliarden an Steuergeldern gerettet zu werden, ob
sie nun Autos baut oder Warenhäuser betreibt. Die Sozialdemokraten
schießen sich nun auf den "Baron aus Bayern" ein, analog zum 2005er
Wahlkampfschlager vom "Professor aus Heidelberg". Das war damals
unredlich und ist heute nicht besser. Man möchte rufen: Freiherr,
bleibe hart!

Originaltext: Rheinische Post
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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2304


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