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Neue Westfälische: KOMMENTAR Wohlhabende für Vermögensabgabe Reich und moralisch ALEXANDRA JACOBSON,BERLIN

Geschrieben am 19-05-2009

Bielefeld (ots) - In jüngster Zeit haben die Wirtschafts- und
Finanzeliten kein gutes Bild abgegeben. Denn weit verbreitete Gier,
gepaart mit mangelnden gesellschaftliche Verantwortungsgefühl, haben
die größte Wirtschafts- und Finanzkrise seit 80 Jahren erst möglich
gemacht.
Da ist es beruhigend, dass die Wirklichkeit vielfältiger ausfällt als
das Negativklischee des Reichen. Es gibt also doch Menschen, die viel
Geld haben und eine hohe Moral. Die aus der Finanzkrise Lehren ziehen
und denen die wachsende Ungleichheit ein tiefes Unbehagen bereitet.
Millionäre, die gerne höhere Steuern bezahlen würden, um der
Allgemeinheit mehr abzugeben. Auch wenn die Initiative der
Wohlhabenden bisher nur 23 Mitglieder hat und keine Prominenten als
Zugpferde vorweisen kann, handelt es sich um einen ermutigenden
Vorstoß.
Angesichts einer historisch einmaligen Ebbe in den öffentlichen
Kassen stellt sich in der Tat die Frage, ob große Vermögen stärker
belastet werden sollten. Eine solche Diskussion wäre
wirklichkeitsnäher als der derzeit vorherrschende
Steuersenkungs-Wettlauf.
Aber eine unvoreingenommene Debatte über die Wiedereinführung der
Vermögenssteuer würde die Parteien im Wahlkampf empfindlich stören.
Deshalb wird sie wohl nicht stattfinden - jedenfalls nicht vor der
Wahl.

Originaltext: Neue Westfälische
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65487
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65487.rss2

Pressekontakt:
Neue Westfälische
Jörg Rinne
Telefon: 0521 555 276
joerg.rinne@neue-westfaelische.de


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