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Frank Spieth: Ärzte-Forderungen gehen in die falsche Richtung

Geschrieben am 18-05-2009

Berlin (ots) - "Es ist sehr zu begrüßen, dass sich die
Ärzteverbände Sorgen um die gesundheitliche Versorgung der
Patientinnen und Patienten machen und wegen der zunehmenden
verdeckten Rationierung das Arzt-Patienten-Verhältnis gefährdet
sehen. Viele der im Vorfeld des Deutschen Ärztetages geäußerten
Forderungen von Ärztefunktionären gehen jedoch in die falsche
Richtung", so Frank Spieth. Der gesundheitspolitische Sprecher der
Fraktion DIE LINKE erklärt:

"Die Antwort auf verdeckte Rationierung darf keinesfalls darin
bestehen, den gesetzlich Versicherten noch mehr Leistungen
vorzuenthalten und die Patientinnen und Patienten privat zur Kasse zu
bitten. Die vom Ärztekammerpräsidenten geforderte Prioritätenliste
lehnt DIE LINKE strikt ab. Mit einer solidarischen Bürgerinnen- und
Bürgerversicherung können wir die finanzielle Situation der
Krankenkassen sicherstellen und sämtliche medizinisch erforderlichen
Leistungen für alle Bürgerinnen und Bürger finanzieren. Und zwar ganz
ohne Zuzahlungen, Praxisgebühr oder Leistungsausgrenzungen und erst
recht ohne Rationierung.

Mit der LINKEN wird es keine Privatisierung über einen
'Gesundheits-Riester' geben. Die Forderung des Marburger Bundes nach
einer staatlich geförderten privaten Zusatzkrankenversicherung würde
die Solidarität vollends aushebeln und die Finanzierung auf den Kopf
stellen. Das ist zutiefst sozial ungerecht.

Trotz einiger Unzulänglichkeiten darf das System der ärztlichen
Selbstverwaltung mit den kassenärztlichen Vereinigungen nicht
leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Wer diese zerschlagen will,
gefährdet die Gewährleistung der medizinischen Versorgung
einschließlich der Notdienste im ganzen Land. Aus unserer Sicht ist
es ein ordnungspolitischer Irrweg, zentrale Aufgaben wie die
Bereitstellung der hausärztlichen Versorgung für die Patientinnen und
Patienten auf einen Verein zu übertragen. Selektiv- und
Direktverträge stellen darum für die Kranken und Versicherten eine
Bedrohung und keine Bereicherung dar."

Originaltext: DIE LINKE
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/41150
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_41150.rss2

Pressekontakt:
Hendrik Thalheim
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de


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