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Der Tagesspiegel: Demjanjuks bezeichnet Haft seines Mandanten als Verstoss gegen die Menschenwürde

Geschrieben am 17-05-2009

Berlin (ots) - Der Anwalt des mutmaßlichen NS-Verbrechers John
Demjanjuk hat die Untersuchungshaft für seinen Mandanten als
"inhuman" kritisiert. "Sie verstößt gegen unsere Verfassung und gegen
die Menschenwürde", sagte Ulrich Busch dem "Tagesspiegel"
(Montags-Ausgabe). Demjanjuk leide unter "großen seelischen Qualen",
berichtete der Anwalt, der seinen Mandanten am Samstag in der
Justizvollzugsanstalt Stadelheim besucht und fünf Stunden lang mit
ihm gesprochen hatte. Äußerlich mache der 89-Jährige einen stabilen
Eindruck. "Aber das Verfahren zermürbt ihn seelisch, weil er sich
nach 30 Jahren Strafverfolgung nun wieder im Gefängnis sieht",
betonte Busch. Die Staatsanwaltschaft München wirft ihm vor, als
Wachmann im NS-Vernichtungslager Sobibor Beihilfe zum Mord an
mindestens 29 000 Menschen geleistet zu haben. Die Anwälte
Demjanjuks, der aus den USA nach Deutschland abgeschoben worden war,
haben ihre Haftbeschwerde vor wenigen Tagen erneuert. Sie
argumentieren, Deutschland sei für die Führung dieses Strafprozesses
gar nicht zuständig. Außerdem sei Demjanjuk bereits in Israel auch
wegen Sobibor angeklagt und später freigesprochen worden. Demjanjuk
bestreitet, in Sobibor gewesen zu sein. Die Beweise gegen ihn sind
aus Sicht der Anwälte unzureichend. Und selbst wenn die Vorwürfe
stimmen sollten, könnte er sich auf einen Befehlsnotstand berufen, so
die Argumentation.

Bei inhaltlichen Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Tagesspiegel, Politikredaktion, Tel. 030 26009 295

Originaltext: Der Tagesspiegel
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/2790
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_2790.rss2

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de
 


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