(Registrieren)

Kölner Stadt-Anzeiger: Afghanische Staatsanwältin kritisiert neues Ehegesetz: Vollkommen indiskutabel und unmoralisch Juristin bezeichnet Gender-Programme als "herausgeschmissenes Geld"

Geschrieben am 13-04-2009

Köln (ots) - Die einzige leitende Staatsanwältin Afghanistans,
Maria Bashir,
hat das umstrittene neue Ehegesetz für die schiitische Minderheit in
Afghanistan
als vollkommen "undiskutabel und unmoralisch" kritisiert. Das
Vorhaben bedeute einen Rückschritt für die Frauen, den konservative
Kräfte unter den Schiiten durchdrücken wollten, sagte Bashir dem
"Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). Einige der Inhalte des
Gesetzes seien ihr nicht einmal aus Taliban-Zeiten in Erinnerung, so
die afghanische Juristin weiter. Das Gesetz, dessen Unterzeichnung
Präsident Hamid Karsai zunächst gestoppt hat, sieht vor, dass Frauen
- wie zur Zeit der Taliban-Herrschaft - das Haus nicht mehr frei
verlassen dürfen und ihrem Mann alle vier Tage sexuell zu Diensten
sein müssen.
Bashir bezeichnete Millionen von Hilfsgeldern, die in Programme zur
Gleichheit von Mann und Frau gesteckt worden seien, als zum größten
Teil "herausgeschmissenes Geld". Oftmals fehle der Bezug zur
afghanischen Wirklichkeit. Maria Bashir leitet die Arbeit von 82
Staatsanwälten. Sie könne nicht behaupten, dass alle den "neuen Weg"
einer an westlichen Maßstäben orientierten Rechtsordnung
bedingungslos mitgingen, sagte sie.

Originaltext: Kölner Stadt-Anzeiger
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66749
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66749.rss2

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Politik-Redaktion
Telefon: +49 (0221)224 2444
ksta-produktion@mds.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

196915

weitere Artikel:
  • Westdeutsche Zeitung: Ein Gutteil der Milliardenhilfen ist unwiederbringlich verloren - Die Erblast der Banken-Rettung = Von Friedrich Roeingh Düsseldorf (ots) - Es gehört zur Eigenart der Finanzpolitik, dass die wahrnehmbarsten Themen nicht immer die wichtigsten sind. So lässt sich mit einer Reichensteuer, die die SPD als Allheilmittel gegen die Ungerechtigkeit der Krisenfolgen ausgräbt, prima Stimmung machen. Und mit der Abwrackprämie wird die Autoindustrie kurzzeitig aufgepäppelt - auch wenn nach ihrem Auslaufen die Entzugserscheinungen umso schmerzhafter werden. Das Thema Bad Banks, in die die Geldinstitute ihre Schrottpapiere auslagern sollen, wollen die Bürger dagegen nicht mehr...

  • Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau Kommentar zu Steuern Köln (ots) - Im Wahlkampf MARKUS GRABITZ zur Steuerdiskussion Die Steuerzahler wissen längst, dass ihnen noch ei ne höchst unangenehme Rech nung ins Haus steht. Wenn sich der Staat so massiv verschul det wie in dieser Krise, muss das irgendjemand bezahlen. Da grenzt es schon an Volksver dummung, wenn Union und FDP Steuersenkungen verspre chen. Immerhin könnte man der SPD eine gewisse Ehrlich keit bescheinigen, wenn sie nun preisgibt, was sie nach der Wahl im Sinn hat: Steuererhö hungen. Allerdings: Ganz so entwaff nend offen, wie mehr...

  • Neues Deutschland: Abrüstung Berlin (ots) - Nach der Wende hatte man gehofft, mit dem Ende der Ost-West-Konfrontation werde Abrüstung möglich. Im Überschwang wurde diskutiert, was mit den freiwerdenden Mitteln getan werden könne. Doch die »Friedensdividende« blieb bekanntlich aus - bis sie, Jahre später und in anderer Form, ausgerechnet von der SPD eingestrichen wurde: 2003 bescherte sein vordergründiges Nein zum Irakkrieg Gerhard Schröder aus aussichtsloser Position die Wiederwahl.  Erst vor wenigen Tagen hat Frank-Walter Steinmeier öffentlich begrüßt, dass mehr...

  • Neue Westfälische: Bangen um den Friedensprozess Zweierlei Maß ULRICH W. SAHM, JERUSALEM Bielefeld (ots) - Dumm ist er nicht, der neue israelische Außenminister. Seit seiner polternden Antrittsrede im Außenministerium stöhnt und jammert alle Welt, dass nun der Friedensprozess beendet sei. Die Europäer denken an Sanktionen und Präsident Obama schickt "Signale" nach Jerusalem. Avigdor Lieberman sei ein Elefant im Porzellanladen. Kritiker erinnerten an seine Vergangenheit als Rauswerfer vor Nachtklubs und an die Geldstrafe, nachdem er einen Nachbarsjungen verprügelt hatte. Der bullige Russe hat keine zarten Hände wie seine mehr...

  • Neue Westfälische: Rücktritt nach Schmutz-Kampagne in London Trügerische Hoffnung JÜRGEN JUCHTMANN Bielefeld (ots) - Politik ist ein schmutziges Geschäft. In dieser Ansicht fühlt sich bestärkt, wer nach London blickt. Ein enger Berater von Premierminister Gordon Brown ist über Pläne für eine InternetSchmutzkampagne gegen die Opposition gestürzt. Darin ist - ganz nach dem Geschmack des britischen Boulevards - von peinlichen Krankheiten, Drogenmissbrauch, Prostitution und sexuellen Vorlieben die Rede. Es gehört zum politischen Alltag in Parteien, Mitbewerber um die Wählergunst auf ihre Schwächen zu prüfen, Angriffspunkte zu finden. mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht