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G20-Gipfel: Kontrolle der Kapitalmärkte gut - Kapital für die Ärmsten besser / World Vision-Vorsitzender Waffenschmidt: Entwicklungshilfe ist Investition in die Zukunft

Geschrieben am 01-04-2009

Friedrichsdorf / London (ots) - Bei aller Notwendigkeit, die
Finanzmärkte zu kontrollieren, sollten die Geberländer beim
G20-Gipfel in London nicht die Armen vergessen, sagt Christoph
Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender der Hilfsorganisation World
Vision Deutschland e.V. "Menschen, die ohnehin in Armut leben, sind
durch die Finanz- und Wirtschaftskrise besonders betroffen." Würden
wir nur einen kleinen Teil der Summen, die jetzt zur Rettung der
Banken eingesetzt werden, zur Bekämpfung der Armut bereit stellen,
könnten wir Millionen von Menschen vor Hunger und absoluter Armut
schützen.

"Investition in Entwicklungszusammenarbeit ist auch Investition in
die Zukunft", sagt Waffenschmidt und begründet: "Nur wenn wir die
Schwächsten der Welt an Ressourcen teilhaben lassen und globale
Ungerechtigkeiten beseitigen, gibt es langfristig eine starke
Weltgemeinschaft und dadurch mehr internationale Sicherheit."

Laut Schätzungen der Weltbank wird die Wirtschaftskrise zusätzlich
50 Millionen Menschen weltweit in bittere Armut stürzen. Schon die
Ernährungskrise 2008 hatte zusätzliche 100 Millionen Menschen in
große Abhängigkeit gestürzt. "Die enormen Gelder, die jetzt zur
Stützung der Wirtschaft in den Industrieländern aufgewendet werden,
stehen in keinem Verhältnis zu den Summen, die nötig wären, um die
Millenniumsziele zu erreichen", sagt Waffenschmidt. Schon jetzt sei
absehbar, dass die Millenniumsziele wahrscheinlich nicht oder nicht
pünktlich zum Jahr 2015 erreicht würden. Dazu hätten von Anfang an
entsprechende finanzielle Ressourcen gefehlt.

Die Mittel, die beispielsweise zur drastischen Verringerung der
Kindersterblichkeit durch vermeidbare Krankheiten benötigt würden,
seien vergleichsweise gering. 15 Milliarden US-Dollar könnten die
Kindersterblichkeit von jetzt zehn Millionen pro Jahr auf vier
Millionen Kinder verringern. "Es wäre heuchlerisch, wenn wir
angesichts der Riesensummen für Banken und Autokonzerne die
Entwicklungshilfe einfrieren, sagt Waffenschmidt." Vielmehr müssten
die Geberländer endlich ihre Versprechen wahrmachen und die Quote der
offiziellen Entwicklungshilfe (ODA) auf 0,7 Prozent des
Inlandsproduktes erhöhen.

Originaltext: World Vision Deutschland e. V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6795
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6795.rss2

Pressekontakt:
World Vision Deutschland: (06172) 763-151 oder -155.

HINTERGRUND
World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den
Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit,
humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaft. Im
Finanzjahr 2008 wurden 253 Projekte in 49 Ländern durchgeführt.
Weitere Infos unter www.worldvision.de


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