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NABU: Viel verschwendete Zeit auf der Klimakonferenz in Posen - Tschimpke: Industrieländer müssen 2009 Farbe bekennen

Geschrieben am 12-12-2008

Posen (ots) - Der NABU hat eine ernüchternde Bilanz der
Weltklimakonferenz in der polnischen Messestadt Posen gezogen. "Ob
die internationalen Klimaverhandlungen scheitern oder nicht, wissen
wir erst in einem Jahr bei der Vertragsstaatenkonferenz in
Kopenhagen. In den vergangenen zwei Wochen haben es vor allem die
Industriestaaten versäumt, wichtige Fortschritte zu erzielen",
bilanzierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Besonders ärgerlich sei
es, dass bei wichtigen Themen wie dem Erhalt der tropischen Wälder
keine konkreten Ergebnisse erzielt wurden. Immerhin verständigten
sich die Teilnehmer darauf, dass die besonders vom Klimawandel
betroffenen Entwicklungsländer bereits 2009 mit finanziellen Hilfen
rechnen können und die Unterstützung noch ausgeweitet werden soll.

Der Weltklimabericht von 2007 hat unmissverständlich dargelegt,
dass die Industrieländer bis 2020 ihren Ausstoß an klimaschädlichen
Treibhausgasen um mindestens 25 bis 40 Prozent gegenüber 1990 senken
müssen. "Bis zu den nächsten Zwischenverhandlungen in Bonn im März
2009 müssen möglichst viele Industrieländer endlich Farbe bekennen
und eigene Klimaschutzverpflichtungen auf den Tisch legen", forderte
Tschimpke. Der NABU hoffe, dass vor allem neue Impulse durch den
Antritt der US-Regierung von Barack Obama ausgehen und andere Staaten
wie auch die Europäische Union unter Druck setzen wird.

Bisher sind es vor allem die großen Schwellenländer wie China,
Indien, Brasilien und Mexiko, die eigene Programme zur Begrenzung
ihrer Treibhausgas-Emissionen vorgelegt haben. An einem neuen
Weltklimaabkommen werden sich diese Länder aber nur beteiligen, wenn
sie dafür verbindliche Unterstützung durch die Industrieländer
erhalten. "Staats- und Regierungschefs wie Silvio Berlusconi haben
anscheinend immer noch nicht verstanden, dass die Erde mit einer sehr
ernsten Lungenentzündung zu kämpfen hat. Eine nachhaltige Erholung
der Weltwirtschaft ist nur möglich, wenn massiv in den Klimaschutz
und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen investiert wird",
so der NABU-Präsident.

Im Internet zu finden unter www.NABU.de

Originaltext vom NABU

Originaltext: NABU
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6347
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6347.rss2

Pressekontakt:
Carsten Wachholz, NABU-Experte für Klima und Energie, Tel.
0172-4179727


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