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ThyssenKrupp Titanium erweitert Schmelzkapazitäten: Innovativer Elektronenstrahl-Ofen nimmt in Essen seinen Betrieb auf

Geschrieben am 15-10-2008

Duisburg (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

Die ThyssenKrupp Titanium hat in Essen einen Elektronenstrahl-Ofen
in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um die modernste
Titanschmelzanlage Europas. Das neue Aggregat wurde heute durch Dr.
Wolfgang Reiniger, Oberbürgermeister der Stadt Essen, Jürgen Fechter,
Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Stainless, sowie Dr.
Markus Holz, Vorsitzender der Geschäftsführung der ThyssenKrupp
Titanium, offiziell eingeweiht. Mit dieser innovativen Anlage baut
die ThyssenKrupp Titanium ihre Schmelzkapazitäten für Titanblöcke
deutlich aus. Insgesamt sind zuletzt mehr als 30 Millionen Euro in
verschiedene Maßnahmen zur Produktionsausweitung am Standort Essen
investiert worden. Dazu zählte auch die Errichtung eines zusätzlichen
Vakuum-Lichtbogenofens Ende 2006. "Damit können wir am Marktwachstum
im Bereich Titan aktiv teilnehmen und verschaffen uns eine
ausgezeichnete Position in dem hochinteressanten Geschäft mit Kunden
aus der Luftfahrt und dem Anlagenbau", erklärte Fechter anlässlich
des Produktionsstarts. "Für diese Kunden ist vor allem eine
verlässliche innereuropäische Versorgung von Bedeutung", so der
Vorstandsvorsitzende der ThyssenKrupp Stainless.

ThyssenKrupp Titanium will mit den Erweiterungen dem steigenden
Bedarf nach Titanprodukten auf dem Weltmarkt entsprechen und ihren
Kunden Liefersicherheit bei der Versorgung mit Titanerzeugnissen
gewährleisten. Auf Grund seines geringen Gewichts und seiner
besonderen Korrosionsbeständigkeit bei gleichzeitig hoher Festigkeit
ist Titan ein gefragter Werkstoff. Er wird vor allem in der
Luftfahrtindustrie und hier auch in den neuen Großraumflugzeugen wie
Airbus A 380 und Boeing Dreamliner eingesetzt, darüber hinaus im
Chemieanlagenbau, in Wärmetauschern für Kraftwerke, in
Meerwasserentsalzungsanlagen, im Schiffsbau, im Offshore-Bereich
sowie der Medizin-Technik.

Der Elektronenstrahl-Ofen, für den eigens eine Halle in Essen
gebaut wurde, entspricht dem neuesten Stand der Schmelztechnologie.
"Der Electron Beam Furnace ist in der Lage, neben Titanschwamm auch
auf den in Europa in großen Mengen verfügbaren Rohstoff Titanschrott
in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen zurückzugreifen",
erläuterte Dr. Holz im Rahmen der Veranstaltung. "Dies sichert
zugleich Unabhängigkeit von außereuropäischen Rohstoffimporten mit
unsicherer Versorgungslage und trägt darüber hinaus auch unter
Umweltgesichtspunkten zu einer hohen Recyclingquote des wertvollen
Metalls Titan bei. Darüber hinaus ist der Ofen in der Lage, direkt
Brammen zu erschmelzen - das ideale Format für die weitere
Verarbeitung als Flacherzeugnis, dem vom Volumen wesentlichen
Bestandteil des Produktportfolios der ThyssenKrupp Titanium", so der
Geschäftsführer der ThyssenKrupp Titanium. Mit einer Schmelzleistung
bis zu 1.200 Kilogramm Titan pro Stunde schafft es der neue Ofen pro
Tag bis zu zwei Brammen zu produzieren. Statt den standardmäßigen 7,5
Tonnen haben die Blöcke nun ein Gewicht von bis zu 15 Tonnen. "Mit
der Einführung der neuen Technologie stärkt ThyssenKrupp Titanium
ihre Stellung als einziger europäischer Hersteller von Titan und
sichert zukunftsträchtige Arbeitsplätze am Standort Essen", betonte
Dr. Holz. Mit dem Bau des Elektronenstrahl-Ofens war die Schaffung 25
neuer Stellen in Essen verbunden.

ThyssenKrupp Titanium, ein Unternehmen der ThyssenKrupp Stainless,
stellt im Werk Essen vornehmlich Titanblöcke sowie Langprodukte und
legierte Platten vornehmlich für die Luftfahrtindustrie und die
Medizintechnik her. Die Schmelzblöcke werden zum Standort Terni
(Italien) geliefert und dort zu Flachprodukten wie Tafeln, Coils und
geschweißten Rohren für industrielle Anwendungen weiterverarbeitet.
In Terni sind rund 130 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl der
Mitarbeiter in Essen liegt bei 160 Mitarbeitern. Die Titan-Gruppe
erzielte im Geschäftsjahr 2006/2007 einen Umsatz von rund 141
Millionen Euro.

Originaltext: ThyssenKrupp Stainless AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65395
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65395.rss2

Pressekontakt:
ThyssenKrupp Stainless AG
Erik Walner
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: 0203 52-45130
Fax: 0203 52-45132
E-Mail: erik.walner@thyssenkrupp.com


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