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Lausitzer Rundschau: Aidskonferenz in Mexiko Weltweites Versagen

Geschrieben am 05-08-2008

Cottbus (ots) - Schon seit Jahren ist es fünf vor zwölf. Die
weltweite Staatengemeinschaft scheint den Kampf gegen die
Immunschwächekrankheit Aids zu verlieren. Entwicklungshelfer,
Mediziner und Betroffenenorganisationen berichten von immer neuen
Rückschlägen. Und im Fachmagazin "The Lancet" haben Aids-Forscher
eine düstere Bilanz gezogen: Die weltweit mit Milliarden von Euro
betriebene Vorbeugung gegen die bisher unheilbare Krankheit habe auf
breiter Front versagt. Die Zahl der Neuansteckungen steige, auch in
Deutschland. Und vielerorts würden besondere Risikogruppen, wie
Drogenabhängige, Prostituierte und Homosexuelle aus politischen
Gründen ignoriert.
Und das ist ein handfester Skandal. Denn seit die Krankheit in den
1980er-Jahren erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, weiß man
um die besonderen Gefahren, denen etwa Drogenabhängige und
Prostituierte ausgesetzt sind. Während sich Menschen in einer
stabilen Beziehung eigentlich nur durch besonders unglückliche
Umstände mit dem todbringenden Virus infizieren können, steigt das
Risiko bei häufig wechselnden Sexualpartnern und ungeschütztem
Geschlechtsverkehr rapide an. In Deutschland lernt so etwas jedes
Schulkind im Sexualkunde- und Biologieunterricht. Weswegen man die
fortgesetzte Ausbreitung der Immunschwächekrankheit in den
Industrienationen eigentlich nur mit dem Begriff "menschliches
Versagen" charakterisieren kann.
Doch auch in Afrika und Osteuropa, wo die Pandemie mit besonderer
Härte um sich greift, muss man wohl von Versagen sprechen. Gerade
dort müssen Drogensüchtige und Prostituierte besonders über das
Aids-Risiko informiert werden. Doch so lange über Prostitution und
Drogensucht der Deckmantel gesellschaftlich verordneten Schweigens
liegt, ist es auch nicht möglich, warnend auf diese Menschen
zuzugehen. Doch in den meisten Ländern der zweiten und dritten Welt
herrscht diese Situation noch immer vor - weswegen die weltweite
Staatengemeinschaft die Zeiger der Aids-Uhr wohl auch in den nächsten
Jahren nicht einfach so zurückdrehen kann. Denn die beste Vorbeugung
ist ein offenes Klima des Gesprächs.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069
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Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de


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