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Bessere Vernetzung bei der Behandlung von AD(H)S / Schnelle zielgerichtete und koordinierte Hilfe für 500.000 Kinder und Jugendliche

Geschrieben am 29-05-2008

Berlin (ots) - "Mit diesem Vertragsangebot lässt sich ein
qualifiziertes Behandlungsprogramm für die häufigste psychische
Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen deutschlandweit
verwirklichen. Wir hoffen, dass die Krankenkassen diese Chance
nutzen." Das sagte Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), bei der Präsentation eines
neuen Konzepts zur Behandlung des
Aufmerksamkeitsdefizit-(Hyperaktivitäts-)Syndroms (AD[H]S) heute in
Berlin. "Das ist ein guter Tag für die betroffenen Kinder und ihre
Familien. Ich begrüße das Konzept, weil es eine unverzügliche und
qualifizierte Versorgung garantiert. Die Bildung interdisziplinärer
'ADHS Teams' weist in die richtige Richtung. Vertragsärzte,
Psychotherapeuten und andere Leistungserbringer setzen sich gemeinsam
an einen Tisch, um die beste Lösung für die jungen Patienten zu
finden", erklärte Marion Caspers-Merk, Parlamentarische
Staatssekretärin des Bundesministeriums für Gesundheit.

"Die Vertragswerkstatt der KBV, der Berufsverband für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, der Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte und
die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung haben dieses einzigartige
Versorgungskonzept für an AD(H)S erkrankte Kinder und Jugendliche
gemeinsam erarbeitet", erläuterte Müller. Caspers-Merk würdigte
besonders diese Zusammenarbeit. "Die beispielhafte Vernetzung der
Fachexperten mit entsprechenden Selbsthilfeverbänden hat es
ermöglicht, das Behandlungsangebot optimal auf die Bedürfnisse der
Betroffenen abzustimmen", sagte sie.

500.000 Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten leiden
an AD(H)S. Damit sitzt in jedem Klassenzimmer durchschnittlich
mindestens ein erkranktes Kind. AD(H)S-Betroffene sind häufig
unkonzentriert, unruhig und leicht ablenkbar. Sie haben oft
Schwierigkeiten still sitzen zu bleiben oder die für ihre
Schularbeiten notwendige Ausdauer aufzubringen.

Der neue Vertragsentwurf deckt medizinische und therapeutische
Versorgungsbereiche ab. Ein Schwerpunkt ist die leitlinienorientierte
Diagnose und Differenzialdiagnose. Diese soll sicherstellen, dass
lediglich eindeutige Fälle behandelt werden. Von AD(H)S betroffene
Familien profitieren von einem festen Ansprechpartner in ihrer Nähe.
Eltern werden spezielle Trainings angeboten. Vorgesehen ist auch ein
Patientenpass, der für die Patienten individuell aufbereitete
Informationen enthält. "Unser Ziel ist es, dass die jungen Patienten
zunächst ohne Medikamente behandelt werden können", betonte Müller.
Ist eine Medikation dennoch unumgänglich, wird diese regelmäßig
überprüft und angepasst.

Auf einem Symposium der KBV heute in Berlin haben Berufs- und
Selbsthilfeverbände das gemeinsam mit der KBV-Vertragswerkstatt
entwickelte Konzept vorgestellt. Vertreter der Kinder- und
Jugendpsychiatrie schilderten den Versorgungsbedarf von
AD(H)S-Erkrankten. Angehörige von Selbsthilfeverbänden zeigten die
Bedeutung qualitätsgesicherter und flächendeckender Versorgung der
Patienten und ihrer Familien aus Sicht der Betroffenen auf.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV):
Die KBV vertritt die politischen Interessen der rund 149.900
niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten auf Bundesebene. Sie ist
der Dachverband der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die die
ambulante medizinische Versorgung für 72 Millionen gesetzlich
Versicherte in Deutschland sicherstellen. Die KBV schließt mit den
Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen und anderen
Sozialversicherungsträgern Vereinbarungen, beispielsweise zur
Honorierung der Ärzte und zum Leistungsspektrum der gesetzlichen
Krankenkassen. Die KVen und die KBV sind als Einrichtung der
ärztlichen Selbstverwaltung Körperschaften des öffentlichen Rechts.
Mehr Informationen unter: www.kbv.de.

Originaltext: kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/34021
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_34021.rss2

Pressekontakt:
Dr. Roland Stahl, Tel.: 030 / 4005 - 2202
Tanja Riepelmeier, Tel.: 030 / 4005 - 2240
Nadine Hintzke,    Tel.: 030 / 4005 - 2208


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