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Deutsche Geflügelwirtschaft ist gegen chemische Behandlung bei der Fleischerzeugung

Geschrieben am 08-04-2008

Berlin (ots) - Die Deutschen lieben Geflügelfleisch. Ob saftige
Putenschnitzel, knusprige Chicken Wings vom Hähnchen oder leichte
Geflügelwurst - dem Genuss sind keine Grenzen gesetzt. Dabei können
sich die Verbraucher auf hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards in
der deutschen Geflügelfleischerzeugung verlassen. Doch bald könnte es
noch wichtiger werden, auf die deutsche Herkunft der Produkte zu
achten.

Denn im Rahmen des Transatlantischen Wirtschaftsrats (TEC), ein im
April 2007 unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft gegründetes
politisches Organ zur Förderung der Regierungszusammenarbeit und der
wirtschaftlichen Integration, fordert die USA nun bis Juni diesen
Jahres eine Aufhebung des Importverbots für gechlortes
Geflügelfleisch. Folge wäre, dass deutsche Verbraucher mit chemisch
behandeltem Geflügelfleisch konfrontiert werden.

"Wir lehnen dies entschieden ab und warnen mit Nachdruck davor,
dass hier die Anliegen des Verbraucherschutzes zum Spielball
politischer Interessen werden", so Gerhard Wagner, Präsident des ZDG
Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. in Berlin.
Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen können die Bedenken nicht
ausräumen, dass die antimikrobielle Behandlung von Geflügelfleisch zu
Resistenzen von Arzneimitteln führen und auch negative Auswirkungen
für die Umwelt nach sich ziehen kann.

Die europäische und deutsche Geflügelfleischerzeugung hat sich für
den Weg höchster Hygiene- und Sicherheitsstandards innerhalb der
gesamten Prozesskette entschieden, um dem Verbraucher ein natürliches
und qualitativ hochwertiges Produkt anbieten zu können. Dies umfasst
gesunde Elterntiere, eine sachkundige und tiergerechte Aufzucht sowie
Haltung und die hygienische Schlachtung und geprüfte
Weiterverarbeitung. In den USA hingegen setzt man auf eine
Endproduktbehandlung mit einem Chemiekalienbad aus Chlordioxid,
Natriumchlorid, Trisodium Phospat und Peroxyacid, um niedrigere
Erzeugungsstandards auszugleichen. Eine Produktionsvariante, die
aufgrund des niedrigeren Aufwandes und benötigten Know-hows
preisgünstiger, aber nicht besser ist.

Geflügelwirtschaft fordert: Bundeskanzlerin Merkel muss eingreifen

In den USA ist das Thema bereits Chefsache. So erwartet auch
Präsident Bush offensichtlich eine Wiederzulassung des seit 11 Jahren
verbotenen Imports von gechlortem Geflügelfleisch als Ausdruck einer
funktionierenden TEC Vereinbarung. "Es gibt keinen Grund das Verbot
aufzuheben. Daher fordere ich Bundeskanzlerin Merkel im Namen der
deutschen Geflügelwirtschaft auf, sich dafür einzusetzen, dass die
Grundregeln der Prozessqualität vom Stall bis zum Verbraucher nicht
politisch motiviert aufgegeben werden. Andernfalls ist zu befürchten,
dass wir bald in Deutschland als einem der größten Importeure von
Geflügelfleisch, chlorgebleichte Hähnchen essen müssen, bei denen
gesundheitliche Risiken nicht gänzlich ausgeschlossen werden können",
so Gerhard Wagner.

Die deutsche Geflügelwirtschaft setzt auch zukünftig auf natürlich
produziertes Geflügelfleisch und bietet Handel und Verbrauchern
heimische Geflügelfleischprodukte, die an der
DDD-Herkunftskennzeichnung für Geburt / Aufzucht / Schlachtung in
Deutschland zu erkennen sind.

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. ist die
Dach- und Spitzenorganisation der deutschen Geflügelwirtschaft mit
mehr als 7.900 Betrieben in den angeschlossenen Bundes- und
Landesverbänden.

Originaltext: Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32363
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32363.rss2

Pressekontakt:
Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG)
Dr. Thomas Janning
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Fon 030/28883110
Fax 030/28883150
E-Mail info@zdg-online.de
Internet www.zdg-online.de


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