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Westfalenpost: Vertrauenskrise Banken-Fehler erschüttern Weltwirtschaft

Geschrieben am 17-03-2008

Hagen (ots) - Von Sven Nölting

Mit der Beinahe-Pleite einer der größten US-Investmentbanken und
der wirkungslosen Zinssenkung der US-Notenbank hat die seit Monaten
gärende Krise an den internationalen Finanzmärk- ten einen neuen,
beängstigenden Höhepunkt erreicht. Erneut machten sich an den Börsen
Anflüge von Panik breit, rauschten weltweit die Aktienkurse in die
Tiefe.
Was im vorigen Sommer mit der geplatzten Spekulationsblase am
US-Immobilienmarkt seinen Anfang nahm, droht zunehmend außer
Kontrolle zu geraten. Maßgeblich dafür ist nicht, dass sich auch ein
solcher Finanzriese wie Bear Stearns mit Ramsch-Hypotheken um Kopf
und Kragen spekuliert hat. Die entscheidende Gefahr liegt in der
tiefgrei-fenden Vertrauenskrise, die die Finanzbranche in ihren
Grundfesten erschüttert. Keine Bank traut der anderen mehr über den
Weg: Jede steht unter Generalverdacht, ungeborgene Leichen im
Bilanz-Keller zu verstecken. Durch maßlose Profitgier und
systematische Vertuschungsmanöver haben sich die Geldhäuser ihre
verzwickte Lage selbst zuzuschreiben. Problem ist nur, dass die
Folgen der Krise im Kreislauf der globalisierten Welt längst auch
andere Märkte erfasst haben. So verteuert die Dollarschwäche deutsche
Exporte und treibt die Spekulanten an den Ölmarkt und dort die Preise
nach oben.
Wirtschaft beruht auf Vertrauen. Daher ist es alarmierend, dass ein
Zinsschritt der US-Notenbank, der die Märkte beruhigen sollte, genau
das Gegenteil bewirkt. Noch weiß niemand, wie tief die
Konjunktur-Bremsspuren ausfallen. Nur eines ist gewiss: Die Suppe,
die uns die Banker eingebrockt haben, werden wir alle auslöffeln
müssen.

Originaltext: Westfalenpost
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