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Allgemeine Zeitung Mainz: zur Börse

Geschrieben am 24-01-2008

Mainz (ots) - Die Börsen weltweit erholen sich in atemberaubender
Geschwindigkeit. Geht es so weiter, wird der globale Börsencrash
schnell weggesteckt sein. Grund ist die weltweit nach wie vor gute
Konjunktur. Die gelassenen Einschätzungen der Volkswirte haben sich
offenbar als richtig erwiesen. Alles in Butter also? Keineswegs, denn
bis gestern hat noch niemand so recht die Frage beantworten können,
was denn am Montag die Panik ausgelöst hat, in deren Folge
gigantische Milliardenbeträge - zumindest auf dem Papier - vernichtet
wurden. Seit gestern gibt es immerhin einen kleinen Hinweis und der
kommt aus Frankreich. Dort erschüttert nämlich ein Betrugsfall die
Nation, der in seinen Ausmaßen alles in den Schatten stellt, was die
Bankenwelt bislang - und zwar weltweit - erlebt hat. Vereinfacht
gesagt hat ein kleiner Aktienhändler der Großbank Societe Generale
dem Institut durch Manipulation der Kontrollmechanismen und
betrügerische Spekulationen einen Schaden in Höhe von 4,9 Milliarden
Euro zugefügt. Am Sonntag flog der Schwindel auf und die Bank
verkaufte am Montag alle risikoreichen Papiere, um den eigenen
Schaden zu begrenzen. Da die Wall Street in New York wegen eines
Feiertags geschlossen war, gingen die Franzosen an alle anderen
Börsen und das soll die Panik ausgelöst haben. Sollte sich dieser
Verdacht bestätigen, muss einem Angst und Bange werden. Denn am
Geschehen an den Börsen hängt ein Gutteil der globalen Wirtschaft.
Wenn schon ein so kleines Rädchen im Getriebe solche Katastrophen
auslösen kann, dann wird es hohe Zeit für die Überprüfung des
gesamten Systems. - Am besten mit der fachkundigen Hilfe des genialen
Betrügers in Paris!

Originaltext: Allgemeine Zeitung Mainz
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65597
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65597.rss2

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Melanie Wied
Telefon: +49-(0)6131/48-5987
Fax: +49-(0)6131/48-5868
crossmedia@vrm.de


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