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Lausitzer Rundschau: Anhaltende Debatte über Mindestlöhne Der Ruf der Arbeitgeber

Geschrieben am 27-12-2007

Cottbus (ots) - Der Mindestlohn könnte das politische
Schlüsselthema 2008 werden. Wenn nun auch einzelne
Arbeitgeberverbände lautstark nach branchenspezifischen
Lohnuntergrenzen rufen, dann sollte das der Union zu denken geben.
Schließlich begreift man sich dort gern als Anwalt von
Unternehmer-Interessen.
Die neue Facette in der Debatte zeigt, dass der Mindestlohn keine
populistische Eingebung von SPD und Gewerkschaften ist. Auch
Betriebseigentümer setzen auf einen Handlungsrahmen im
wirtschaftlichen Wettbewerb, der nicht die niedrigsten Löhne zum
obersten Gebot erhebt, sondern Innovationen und gute Qualität. Im
Idealfall ist es natürlich besser, wenn sich die Politik aus der
Lohnfindung heraus hält. Doch wenn immer mehr Branchen über tariflose
Zustände klagen, braucht es Spielregeln, um den Sozialstaat nicht zu
überfordern: Je mehr Menschen von ihrem Lohn unmöglich leben können,
desto mehr müssen die Steuerzahler mit ergänzenden Transfers
einspringen. Dem politischen Theater von einer Speziallösung zur
nächsten wäre freilich die Spitze genommen, würde sich die Große
Koalition zügig über eine flächendeckende Lohnuntergrenze für alle
einigen. In Großbritannien, das gewiss nicht an sozialistischer
Überregulierung leidet, hat dazu eine unabhängige Expertenkommission
das Vorschlagsrecht. Diese Praxis hat sich offenbar bewährt. Warum
sollte sie nicht auch in Deutschland zum Zuge kommen?

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069
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Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de


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