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Deutsche Unternehmen bevorzugen Software Made in Germany

Geschrieben am 05-12-2007

Hamburg (ots) - IT-Outsourcing steht bei deutschen Unternehmen
hoch im Kurs. Die Auslagerung der Softwareherstellung und -wartung
über die Landesgrenzen hinweg (Offshoring) kommt jedoch nur für eine
Minderheit des Managements in Frage: Mehr als 80 Prozent der
Unternehmen kaufen Software und den damit verbundenen Service
weitgehend im Inland ein. Insbesondere Finanzdienstleister und
Behörden geben inländischen Outsourcing-Partnern den Vorzug: Rund 90
Prozent von ihnen beziehen Softwaredienste von Anbietern aus
Deutschland. Die Mehrheit der Unternehmen vertraut der Software Made
in Germany in Sachen Zuverlässigkeit mehr zu als der aus Übersee. Der
Kostenvorteil des Offshoring rückt in den Hintergrund. Diese sind die
Ergebnisse der Studie "Software - Made in Germany 2007", die im
Auftrag der PPI AG in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für
Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde.

Die Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen in erster Linie auf
Qualität setzen und nicht nur auf die Einsparpotenziale durch
IT-Outsourcing. Ein großes Maß an Zuverlässigkeit der
Unternehmenssoftware ist überlebenswichtig und somit ausschlaggebend
für Wahl des Softwareanbieters. Ein Ausfall der Firmen-Software für
länger als eine Minute führt unmittelbar zu Umsatzeinbußen oder
Lieferengpässen.

Exakt hier liegt ein Grund für den erkennbaren
Softwarepatriotismus deutscher Unternehmen. Zuverlässigkeit geht vor
Wirtschaftlichkeit: Für 85 Prozent der befragten Entscheider ist
beispielsweise der Schutz vor Datenverlust die wichtigste Anforderung
an eine Unternehmenssoftware. Bei Finanzdiensleistern sind es sogar
hundert Prozent. Genau in diesem Punkt ist das Vertrauen in deutsche
Anbieter deutlich größer als in Offshore-Dienstleister. Sechs von
zehn Unternehmen schreiben inländischen IT-Herstellern beim Thema
Datensicherheit die größte Kompetenz zu. Ähnliche Bestnoten erhalten
hiesige Outsourcing-Partner für die Anforderungen an die
Funktionalität, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Software.

Die Unternehmen, die sich dennoch für ein Offshore-Outsourcing
entscheiden, vergeben ihre Aufträge am häufigsten an US-amerikanische
Zulieferer. 46 Prozent lassen ihre Software in den USA programmieren
und warten. Dies liegt vor allem an der großen Innovationskraft, mit
der US-Dienstleister Softwareprojekte vorantreiben. Ein Drittel der
befragten Entscheider sieht die Anbieter aus den Vereinigten Staaten
als die kompetentesten Outsourcing-Partner beim Thema
Softwareinnovation. In andere europäische Länder oder nach Indien
lagern durchschnittlich nur 7,1 Prozent der befragten Unternehmen
aus. Das viel gepriesene Outsourcing-Land China ist vielen Firmen
bereits zu teuer. Weniger als zwei Prozent der Befragten geben an,
ihre Unternehmenssoftware von Dienstleistern mit Sitz in China
produzieren zu lassen. Nur die großen Firmen mit mehr als 1.000
Mitarbeitern beziehen Software häufiger aus Fernost. Von ihnen gibt
jeder achte Befragte an, Softwareprojekte an Partner in Indien
auszulagern. Insgesamt sind mittelständische Unternehmen mit einer
Mitarbeiterzahl zwischen 250 und 500 sowie die Konzerne mit mehr als
1.000 Mitarbeitern die Aktivsten beim Offshore-Outsouricing. Sie
lagern Software-Aufträge im Vergleich zu kleineren Betrieben deutlich
häufiger innerhalb Europas, in die USA oder nach Asien aus.

Einen großen Imagevorsprung haben nationale Anbieter beim
Einhalten von Zeit- und Budgetvorgaben. Ein Viertel der befragten
Unternehmen halten nationale Softwarehersteller für fristgerechter.
Sie hielten sich eher an die vereinbarten Liefertermine als ihre
Offshore-Wettbewerber. Die Hälfte sieht zumindest keine Unterschiede
im Vergleich zwischen On- und Offshore-Partnern. Für 18 Prozent
liegen zudem deutsche Dienstleister bei der Budgettreue vorn. Diese
Einschätzung ist in erster Linie bei Banken und Versicherungen stark
ausgeprägt. Rund die Hälfte der befragten Entscheider aus dem
Finanzsektor halten deutsche Softwarelieferanten in punkto Zeit- und
Budgetmanagement für zuverlässiger.

Darüber hinaus werden Dienstleister aus Übersee gerade von den
besonders sensiblen Entwicklungsphasen ausgenommen. Für die
endgültige Realisierung eines Softwareprojektes setzen 40 Prozent der
befragten Unternehmen bevorzugt auf IT-Profis aus dem Inland. Ein
Drittel lehnt eine Auslagerung in der strategisch wichtigen
Konzeptionsphase ab. Insgesamt führt allerdings auch ein großes
Niveau an Unwissenheit der Outsourcer dazu, sich lieber für
Softwareanbieter aus Deutschland zu entscheiden. Durchschnittlich hat
gut ein Viertel der befragten IT-Entscheider keine genaue Kenntnis
darüber, welchem internationalen Softwareanbieter sie den Vorzug
geben sollen. Aufgrund dieser Unsicherheit schauen sich hiesige
Unternehmen tendenziell lieber am heimischen Outsourcingmarkt um.

Hintergrundinformationen
Die Studie "Software Made in Germany 2007" ist das Ergebnis einer
Online-Markforschung, die im Auftrag der PPI AG in Kooperation mit
dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung
durchgeführt wurde. Zeitraum der Befragung war der 16. bis 21.
Oktober 2007.

PPI Aktiengesellschaft
Die PPI Aktiengesellschaft ist seit über 20 Jahren an den Standorten
Hamburg, Kiel und Frankfurt erfolgreich für die Finanzbranche tätig.
2006 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 200 Mitarbeitern über
26 Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern Consulting,
Software Factory und Electronic-Banking-Produkte. Im E-Banking liegt
der Schwerpunkt auf sicheren und wirtschaftlichen Standardprodukten
für die Kommunikation zwischen Firmenkunden beziehungsweise
Privatkunden und ihrer Bank. In der Software-Entwicklung stellt PPI
durch professionelle und verlässliche Vorgehensweise eine hohe
Qualität der Ergebnisse und absolute Budgettreue sicher. Das
Consulting-Angebot erstreckt sich von der strategischen über die
bankfachliche bis zur IT-Beratung.

Originaltext: PPI AG Informationstechnologie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65143
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65143.rss2

Pressekontakt:
Andreas Gutjahr
Faktenkontor GmbH
Tel: +49 (0)40 22703-5470
Fax: +49 (0)40 22703-1470
E-Mail: andreas.gutjahr@faktenkontor.de


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