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Südwest Presse: Kommentar zu SPD, Ausgabe vom 29.10.07

Geschrieben am 28-10-2007

Ulm (ots) - Nach dem Parteitag ist vor der Wahl - so muss man die
Signale aus Hamburg wohl deuten. Die SPD richtet ihr Augenmerk schon
jetzt auf das Jahr 2009, und sie arbeitet an einer Agenda, mit der
sie als linke Volkspartei nicht länger zerrieben wird zwischen ihren
Koalitionspartnern CDU/CSU und Oskar Lafontaine.
Die SPD sucht ihr Heil in personeller Geschlossenheit und
programmatischer Besinnung auf die sozialen Wurzeln. Das verschafft
ihr etwas Luft - für den Moment. Ob der Frieden an der Parteispitze
aber lange hält und der Zugewinn an Selbstbewusstsein von Dauer ist?
Kurt Beck hat eine Diskussion über Instrumente sozialdemokratischer
Politik angestoßen, die dem Vorsitzenden bereits in Hamburg an
einigen Stellen aus dem Ruder zu laufen drohte, weil die Basis Blut
geleckt hat.
Und was wird nun aus der großen Koalition? Die SPD will beim Umgang
mit der Union einen Zahn zulegen. Wenn der Versuch, das rote Profil
in der Regierung zu schärfen, jedoch an den realen Machtverhältnissen
im Berliner Bündnis zerschellt, werden alle Hoffnungen, die Beck beim
SPD-Anhang weckte, rasch wieder enttäuscht.
Dann hätte der Partei-Chef zwar zunächst einen beachtlichen
Vertrauensvorschuss erhalten, aber die Glaubwürdigkeit der SPD als
Regierungspartei nachhaltig aufs Spiel gesetzt. Das wäre für einen
Kanzlerkandidaten wahrlich keine gute Empfehlung.

Originaltext: Südwest Presse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59110.rss2

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218


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