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Deutsche Umwelthilfe kritisiert geplante Kaufprämien selbst für Monster-SUVs mit 550 PS starkem Verbrennermotor, 310 g CO2-Realausstoß und nur 13 km elektrischer Reichweite

Geschrieben am 20-05-2020

Berlin (ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den erneuten Versuch von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, die Verkehrswende weg von schmutzigen und klimaschädlichen Verbrenner-Pkw zu boykottieren. Demnach fordert er Kaufprämien für alle Pkw auch mit Diesel- und Benzinmotor und mit einem CO2-Ausstoß bis 140 g CO2/km auf dem Papier. Die vom Bundesverkehrsministerium geplanten Kaufprämien auch für Verbrenner mit 300 g CO2/km im Realbetrieb kommentiert Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH:

"Der Vertreter der Dieselkonzerne im Bundeskabinett, Bundesminister Andreas Scheuer, will BMW, Daimler und VW mit einem Milliardenpaket beim Verkauf ihrer Klimakiller-Verbrenner helfen. Während von der gescheiterten Abwrackprämie im Jahr 2009 kleine und sparsame Fahrzeuge profitierten, sollen nun selbst die besonders klimaschädlichen schweren Limousinen und Monster-SUVs mit Kaufprämien auf die Straße gedrückt werden, die schon auf dem Papier den EU-Grenzwert um 50 Prozent überschreiten. Tatsächlich würden damit aber sogar über 3 Tonnen Gesamtgewicht ausmachende Monster-SUVs gefördert werden, die den EU-Klimaschutzwert im realen Fahrbetrieb um mehr als das Dreifache überschreiten."

Die DUH hat die aktuell von BMW, Daimler und im VW-Konzern produzierten großen Limousinen und übergroßen Stadtgeländewagen analysiert. Hier beispielhaft Fahrzeuge, die von einer von der Autolobby geforderten Kaufprämie profitieren würden:

Zu den absurden Spitzenreitern in der Klimabilanz zählt der Monster-SUV Porsche Cayenne Coupé Turbo S e-Hybrid mit knapp 3,1 Tonnen Gesamtgewicht und einem 550 PS starken Verbrenner- und einem nur symbolischen Elektromotor. Mit seinen offiziell 111-122 g CO2/km kombinierten CO2-Emissionen nach WLTP fällt er unter die von Autominister Scheuer geplante Kaufpreis-Förderung. Tests eines Automagazins zeigen eine in mehreren Fahrten erreichte maximale elektrische Reichweite von 13 km (offiziell 38 km) und einen durchschnittlichen Verbrauch von 13,1 l/100 km, was einem CO2-Ausstoß von 312 g/km entspricht. Damit überschreitet dieses Fahrzeug den EU-CO2-Grenzwert für Neuzulassungen im Jahr 2020 von 95 g CO2/km um 330 Prozent. Auch weitere Porsche SUV, der Volvo SUV XC90 T8 Twin Engine AWD mit 408 PS, der Mercedes GLE 350 de mit 245 PS und einem CO2-Realaustoß von 199 g/100 km würden unter die geplante Kaufprämie fallen.

In den letzten Tagen hatten sich zahlreiche Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft gegen die Kaufprämie ausgesprochen, da diese weder ökologisch noch ökonomisch vorteilhaft ist.

Pressekontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

DUH-Pressestelle:

Marlen Bachmann, Thomas Grafe
030 2400867-20, presse@duh.de http://www.duh.de,
http://www.twitter.com/umwelthilfe, http://www.facebook.com/umwelthilfe,
http://www.instagram.com/umwelthilfe

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/22521/4602262
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell


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