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Rheinische Post: Kommentar / Und täglich grüßt die Monokelkobra = Von Alexander Triesch

Geschrieben am 27-08-2019

Düsseldorf (ots) - Wer sich hierzulande einen Pitbull Terrier
anschaffen will, der muss erstmal nachweisen, dass er nicht psychisch
krank ist. Und überhaupt etwas von Hunden versteht. Eine
Haftpflichtversicherung und eine Wohnung, aus der das Tier nicht
ausbrechen kann, braucht er auch. Wer hingegen eine Kobra will, die
mit einem Biss töten kann, bestellt die Schlange einfach online und
legt sie im Wohnzimmer ins Terrarium.

Solche Vorschriften passen nicht zusammen - und NRW täte gut
daran, dem Beispiel anderer Länder wie Bayern zu folgen, in denen
jedes gefährliche Tier gemeldet werden muss. Deshalb ist es gut, dass
Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) nun strengere Regeln
fordert. Dann werden die Behörden wenigstens nicht mehr überrascht,
wenn wie nun in Herne eine giftige Monokelkobra dem Halter
davonschlängelt. 30 Nachbarn mussten ihre Wohnung verlassen. Denn
niemand weiß, wo die Schlange jetzt herumkriecht. Es ist auch
möglich, dass sie unter den anderen 20 Kobras ist, die mit dem Mann
zusammenleben.

So etwas darf nicht sein. Bei exotischen Tieren hat es die
NRW-Regierung bislang nicht für nötig gehalten, Regeln zu erlassen,
weil es fast nie zu Angriffen kommt. Das bedeutet aber nicht, dass
diese völlig unmöglich sind. Ein "Führerschein" oder
Sachkundenachweis für Schlangenhalter wäre daher ein Anfang. Wenn es
Restriktionen für den Umgang mit gefährlichen Hunden gibt, warum dann
nicht auch für die Haltung potenziell tödlicher Exoten?

Tierliebhaber können gerne einen halben Zoo in ihrem Haus züchten.
Nur müssen strengere Regeln dafür geschaffen werden. Ansätze dazu gab
es bereits, sie wurden aber abgeschmettert. Nun ist der geeignete
Zeitpunkt. Zu warten, bis die nächste Kobra entwischt, ist der
falsche Weg.

www.rp-online.de



Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell


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