(Registrieren)

Rheinische Post: Kommentar: Geld ohne Leistung

Geschrieben am 22-03-2019

Düsseldorf (ots) - Neid-Debatten sind immer auch scheinheilig.
Fast dreizehn Millionen Euro bekommt John Cryan, den die Deutsche
Bank im April 2018 aus dem Amt jagte. Man kann die Empörung darüber
fast mit Händen greifen. Aber: Hätten wir das Geld nicht genommen?
Stattdessen gesagt: Behaltet es, ich habe es nicht verdient? Wohl
kaum. So viel Ehrlichkeit muss sein. Was nichts daran ändert, wie
fragwürdig die Bezahlungsmechanismen sind. Cryan kassiert Millionen,
weil er nicht bis zum Ende bleiben darf, Millionen dafür, dass er
jetzt nicht woanders anheuert und dort Deutsche-Bank-Interna nutzt.
Dabei gilt: Dass vertragliche Ansprüche ausgezahlt werden, ist
selbstverständlich, die Anti-Konkurrenzprämie ist nachvollziehbar. Es
ist die Dimensionen, die nachdenklich stimmt, und die Tatsache, dass
zum wiederholten Mal Schlechtleistung ohne finanzielle Folgen bleibt.
Das Argument, man müsse viel zahlen, um die Besten zu bekommen, zieht
nicht. Mit den Besten muss mehr drin sein als jahrelanger Stillstand
wie bei der Deutschen Bank.

www.rp-online.de



Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

679554

weitere Artikel:
  • Rheinische Post: Kommentar: Jetzt sind die Briten dran Düsseldorf (ots) - Die Europäische Union hat sich in der leidigen Brexit-Frage äußerst flexibel gezeigt und den Ball mit der Verlängerung des Austrittstermins bis zum 12. April geschickt in das Feld der Briten zurückgespielt. Für Premierministerin Theresa May kommt es jetzt zum letzten Gefecht. In der nächsten Woche kann sie mit dem Verlängerungsvotum der EU ihre innerparteilichen Gegner noch einmal unter Druck setzen oder doch noch eine parteiübergreifende Mehrheit zur Rettung Großbritanniens gewinnen. Verliert sie die Abstimmung, mehr...

  • Rheinische Post: Kommentar: Bildungsausgaben pro Schüler müssen steigen Düsseldorf (ots) - Die Umfrage unter Schulleitern ist in mehrfacher Hinsicht besorgniserregend. Zum einen, weil der Lehrermangel binnen Jahresfrist sogar zugenommen hat und für mehr als die Hälfte der Schulen in Deutschland zum bestimmenden Problem geworden ist. Zum anderen, weil der Mangel die ohnehin benachteiligten Schüler besonders trifft. Kein Wunder, dass eine wachsende Zahl von Pädagogen wegen psychischer Probleme über einen längeren Zeitraum ausfällt. Was dann den Lehrermangel noch mehr verschärft. Dass trotz einer Vorlaufzeit mehr...

  • Westfalen-Blatt: Kommentar zu den Golanhöhen Bielefeld (ots) - Wenn der Iran, Russland und die Türkei unisono Kritik an einer Entscheidung des US-Präsidenten üben, dann kann Donald Trump gar nicht so falsch gelegen haben. Im Gegenteil. Mit der Anerkennung der Souveränität Israels über den Golan heizt Trump den Nahost-Konflikt nämlich nicht an, sondern sorgt für Klarheit und stärkt dem an seiner Nordgrenze bedrohten jüdischen Staat den Rücken. Syrien ist während des Stellvertreterkrieges auf seinem Boden zu einem Vasallenstaat Irans mutiert. Das Mullah-Regime hat sich auf mehr...

  • Rheinische Post: Sieling wirft Deutscher Fußball Liga Geldgier vor Düsseldorf (ots) - Wenige Tage vor dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu den Sicherheitskosten bei Risikospielen hat Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) dem Prozessgegner Deutsche Fußball Liga (DFL) Geldgier vorgeworfen. Auf die Frage, was ihn an der Haltung der Fußballbosse ärgere, sagte Sieling der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag): "Dass nur ans Geld gedacht wird und man seine Schäfchen ins Trockene bringen will." Tatsächlich habe die DFL nach eigenen Angaben genug Geld für eine Beteiligung an den Risikospielen, mehr...

  • Rheinische Post: Sieling fordert mehr als 18 Euro Rundfunkbeitrag Düsseldorf (ots) - In der Diskussion um die Anpassung des Rundfunkbeitrags hat Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) eine Erhöhung auf mehr als 18 Euro gefordert. "Gemeinsam mit meinen Amtskolleginnen und Kollegen der SPD bin ich für eine maßvolle Erhöhung der Beiträge auf mehr als 18 Euro", sagte Sieling der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). Die aktuell aufgerufenen 17,50 Euro halte er nicht für angemessen und ausreichend. "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk leistet sehr wichtige und gute Arbeit, er bietet ein breites mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht